Heuet auf Aeugsten

Aeugsten und die angrenzenden Gebiete befinden sich mit weiteren Gegenden im Unesco-Welterbe. Seit Jahren werden die Wiesen von einsatzwilligen und verantwortungsvollen Bauern nachhaltig gepflegt, indem im Verlaufe des Alpsommers das Gras in mühsamer und zuweilen leicht gefährlicher Arbeit gemäht und ins Tal gebracht wird.




Mit dieser Arbeit wird dazu beigetragen, dass das Wiesland erhalten bleibt und nicht vergandet. Das gemähte Gras stammt von Magerwiesen und bedeutet für die hungrigen Kühe vielleicht so etwas wie ein «Dessert». Nach der anstrengenden Arbeit im steilen Gelände wird das trockene Bergheu gut verschnürt und auf kräftigen Schultern zum jeweiligen Heuseil getragen. Von hier aus sausen die teilweise mehr als 60 Kilogramm schweren Bündel ins Tal, werden dort abgehängt, geöffnet und mit dem Heulader wegtransportiert. Die Talfahrt ist stets von einem gut hörbaren Pfeifton begleitet – Grund genug, für Spazierende kurz innezuhalten, um sich das eher seltene Schauspiel anzusehen. Unmittelbar nach dem Aufprall beim Bock im Tal ist der heisse Haken vom Bündel zu lösen, bevor das Heugarn geöffnet wird. Das Heu wird ausgebreitet, auf den Lader gehievt und wegtransportiert.