Hochwasserschutz hat funktioniert: «Das war knapp»

Nach heftigen Niederschlägen musste die Strassenverbindung durch Diesbach am Samstag vorübergehend gesperrt werden. Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte und dem bereitstehenden Hochwasserschutzkonzept konnte verhindert werden, dass die Dörfer Diesbach und Betschwanden in Mitleidenschaft gezogen werden.



In der Gemeinde Glarus Süd liessen die starken Niederschläge den Diesbach ansteigen. 13 Personen wurden vorübergehend evakuiert, die Strassen- und Eisenbahnverbindung war zeitweise gesperrt. Die Lage war kritisch, weil der Bach nicht nur Hochwasser führte, sondern auch viel Geschiebe mitriss. Es bestand die Gefahr einer Überschwemmung in Ortsteile von Diesbach und Betschwanden. 

Hochwasserschutz Diesbach: Für den Ernstfall gerüstet

Rund 100 Personen der Feuerwehr und von örtlichen Baugeschäften standen im Einsatz. Dass die Durchflusskapazität unter der Strassenbrücke in Diesbach bei einem Hochwasser nicht genügen könnte, war bekannt. Es drohte, dass das Geschiebe die Brücke einstaut und beschädigt, und daraufhin Wassermassen und Geschiebematerial ungehindert ins Dorf ausbrechen. Das am Samstag eingetretene Szenario wurde noch im Herbst 2019 von der Feuerwehr geübt, was sich jetzt bewährte; das Wasser wurde über die Brücke geleitet und auf beiden Seiten mit bereitstehenden, mobilen Schutzwänden aus Stahl abgeschlossen. Thomas Rageth, Stabschef der Gemeindeführungsorganisation der Gemeinde Glarus Süd ist überzeugt:«Rund eine Viertelstunde später hätten wir den Bach nicht mehr aufhalten können. Die Einsatzkräfte haben schnell und richtig gehandelt und damit Schlimmes verhindert.»