Hösli erster Geschäftsführer von VISIT Glarnerland AG

Im Juli startet mit VISIT Glarnerland AG ein neuer Meilenstein im Tourismus im Kanton Glarus. Am letzten Donnerstag wurde die Organisation rund um den Geschäftsführer Fridolin Hösli den Leistungsträgern im Glarner Tourismus vorgestellt.




Der Wechsel vom Kanton zu einer privaten Institution bei der Vermarktung und Sammlung der Angebote im Glarner Tourismus wird im Juli vollzogen. Die frische Aktiengesellschaft VISIT Glarnerland AG übernimmt dabei die Aufgaben des kantonalen Produktmanagements. Was hinter der neuen Institution steht und worauf der Fokus gelegt wird, wurde am letzten Donnerstag im Güterschuppen in Glarus den zahlreichen Leistungsträgern von Verwaltungsratspräsident Manuel Rickenbacher und dem Geschäftsführer Fridolin Hösli im Güterschuppen präsentiert. Für Rickenbacher sei es wichtig, dass die vielseitigen Glarner Angebote kompatibel und kombinierbar sind. «Die Angebote müssen so aufgebaut und vor allem im Internet so erfasst werden, dass sie von Suchmaschinen und anderen Seiten erfasst und so dem Kunden zugänglich gemacht werden können.» Weiter sei er überzeugt, dass der moderne Tourist nicht nur einzelne Angebote sucht, sondern sich einen Überblick über die Palette an Angeboten in einer Region machen will.

VISIT Glarnerland AG beruhe zudem auf drei Versprechen. Das Finanzversprechen komme von der öffentlichen Hand vor allem Kanton und Gemeinden, welche bereits die finanzielle Grundlage für die Tourismusorganisation bereitstellen. Das Produktversprechen komme von den Leistungsträgern –Sportbahnen, Hotelier und Gastronomie usw. – die ihre Angebote und Infrastruktur als Grundlage anbieten. Hinter seiner Organisation stehe dabei das Markenversprechen, führte Rickenbacher weiter aus. Dass VISIT Glarnerland AG eben nicht primär selber Produkte und Angebote entwickle, sondern die Angebote, aber auch die bekannten Regionsnamen auf der einen Seite koordinieren und vor allem auch regional, national und international vermarkten. Für den neuen Geschäftsführer Fridolin Hösli sei sein neuer Job vor allem eine Herzensangelegenheit für seine Heimat. Für den ehemaligen Geschäftsführer von Braunwald Klausenpasse Tourismus gehe so auch ein Traum in Erfüllung. Dabei hätten sie zudem ein enges Zeitfenster vor sich, denn bereits in drei Jahren will der Kanton sehen, dass die Organisation die geforderten Aufgaben auch übernommen und erfüllt hat. «Wir müssen schnell liefern und können ganz sicher nicht «lafern». Wichtig sei ihm auch, dass vermehrt in Netzwerken mit seinen Mitarbeitern vor allem aber mit und unter den Leistungsträgern gearbeitet wird, damit neues entwickelt werden kann. Regierungsrätin Marianne Lienhard ist stolz auf den Startschuss von VISIT Glarnerland AG und ist überzeugt, dass der Erfolg im Glarner Tourismus nur gemeinsam gelingen kann. «Die Strukturen und Finanzen stehen jedenfalls bereit.» Zum Abschluss berichtete der Direktor von Zürich Tourismus Martin Sturzenegger aus der Arbeit in einer der grössten Tourismusregionen der Schweiz. Er betonte auch, dass seine Region oder seine Angebote nicht an der Stadt- oder Kantonsgrenze aufhören. «Für Touristen ist es nicht wichtig, wo ein Angebot liegt und eine Stunde Fahrzeit ist für viele Gäste keine richtige Distanz.» Für ihn sei es deshalb ebenfalls wichtig, Angebote zu vernetzen und dies auch überregional.