Der seit Ende Januar vorliegende Geschäftsbericht gewährt einen Einblick in die Aktivitäten des Vereins Linthrat und informiert über den Stand des Linthprojektes. In der Einleitung schreibt Präsident Dr. Norbert Schnyder, Jona, dass 2007 für den Fortschritt der Linthsanierung zu einem entscheidenden Jahr werden könnte. Es ist nämlich nicht ganz auszuschliessen, dass die Einsprachen erledigt werden können und damit der Baubeginn schon heuer oder spätestens nächstes Jahr denkbar ist.
Zwei neue Vorstandsmitglieder
Steven Diethelm, Siebnen, seit der Linthrat-Gründung im Jahr 1999 dabei, und Andreas Knutti, Zürich, fast drei Jahre Aktuar, verlassen den Vorstand. In Dankbarkeit und Würdigung ihrer Verdienste wurden sie an der Hauptversammlung am vergangenen Freitag verabschiedet. Neu in den Vorstand eingetreten sind: Eva Keller, Kantonsrätin, Uetliburg (Gommiswald), und Hanspeter Knobel, Ernetschwil.
Jahresprogramm
Das Jahresprogramm sieht zum Beispiel eine Exkursion vor: sie führt am 2. Juni nach Linthal an den Anfang der Linth beim Zusammenfluss von Sandbach und Limmerenbach. Der nächste Anlass vom Freitag, 6. März, um 20 Uhr im Rössli in Benken dient der Orientierung über eine allfällige Vereinbarung zum Linthprojekt und den möglichen Rückzug der Einsprachen der Organisationen.
Finanzen
Der Linthrat hat heuer eine grosse finanzielle Lücke zu verkraften. Es stehen ihm gegenüber früherer Jahre deutlich weniger Finanzmittel zur Verfügung. Die Hauptversammlung hat den Einzelmitglieder-Jahresbeitrag von 30 auf 50 Franken angehoben. Neben den 25 Kollektivmitgliedern sollen neue hinzugewonnen werden.
Neuer Regionalverein
Der Linthrat hat sich schon letztes Jahr überlegt, was für ihn die Verwirklichungsphase des Linthprojektes bedeutet. Er ist sich bewusst, dass sich seine Arbeit und seine Rolle ändert. Für die nahe Zukunft hat er drei Massnahmen ins Auge gefasst: Sicherstellung der Mitwirkung in der neuen Fachgruppe Umwelt mit Antragsrecht an die Linthkommission und Linthverwaltung, Mitwirkung in der Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes Linthebene mit zwölf Delegierten bis zum Schlussbericht und Unterstützung der Umwandlung des Forums Lebendige Linthebene in einen Regionalverein.
Der letzte Punkt war Thema der Hauptversammlung in Niederurnen. Der Präsident des Forums Lebendige Linthebene, Franco de Zanet, Kaltbrunn, verwies auf die fast bereinigten Statutenentwurf, so dass der neue Regionalverein mit den Organen Delegiertenversammlung, Vorstand, Geschäftsstelle und Fachgruppen schon bald gegründet werden kann. Der neuen Institution nach dem Vorbild des Vereins St. Galler Rheintal liegt die Zukunft des Linthgebietes am Herzen. Die entstehende Gesprächsplattform wird sich mit den Themen Siedlung, Landschaft, Verkehr, Bildung, Wirtschaft und Tourismus befassen.
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