Hurricanes Glarnerland bezwingen Leader Nesslau

Dem Fanionteam der Hurricanes Glarnerland gelang die Revanche für die Niederlage zu Saisonbeginn. Im letzten Spiel des Jahres gewannen sie gegen den Leader Nesslau Sharks 6:5 nach Penaltyschiessen.



Hurricanes Glarnerland bezwingen Leader Nesslau

Nach einer zuletzt klar aufsteigenden Form des Teams war allen klar, dass wir etwas bewirken konnten in diesem Spiel. Wir hatten gar nichts zu verlieren gegen den vor dieser Runde Führenden in der Tabelle. Dass man diese Einstellung in positive Energie umwandeln müsse, machte der Trainer der Mannschaft vor dem Spiel nochmals klar. Das Spiel begann schnell und intensiv, die Nesslauer versuchten, verständlicherweise früh, Druck auszuüben auf unsere Defensive, um dem Spiel die entscheidende Richtung zu geben. Doch die Glarner verteidigten alle zusammen und erfolgreich. Immer wieder konnten sie selbst Angriffe starten, welche nicht ungefährlich waren. Gegen Ende des ersten Drittels wurde das Spiel immer ausgeglichener und die Hurricanes konnten auch dank den drei eingesetzten Linien das Tempo ohne weitere Verluste mitgehen. Für Michael Hostettler war das Spiel leider schon vorzeitig zu Ende, er verletzte sich am Fussgelenk. Zur ersten Pause waren beide Torhüter noch ungeschlagen, auch wenn der Glarner Hintermann etwas mehr leisten musste. In der Pause war die Richtung für den Weiterverlauf der Partie klar: «Weiter so!», hört sich standardmässig an, doch in diesem Spiel war es wirklich so, dass die Hurricanes von Beginn weg konzentriert und gut arbeiteten auf dem Feld. Darum musste genau so weitergespielt werden. Den Schiedsrichtern war es allerdings etwas zu hart von beiden Seiten und ermahnten die Spieler zu etwas gepflegterem Einsatz von Körper und Stock, andernfalls werden sie eingreifen.

Blitzstart


Es dauerte dann nur gerade sechs Sekunden bis zum ersten Pfiff und einer Strafe gegen Nesslau. Kaum war das Spiel wieder freigegeben, zeigte der Schiedsrichter erneut eine Strafe an, der Torhüter machte einem sechsten Feldspieler Platz, doch Matthias Rhyner spielte den Ball schlau den Nesslauern zu. Geschickt gemacht, denn es war wesentlich einfacher mit fünf gegen drei, als mit sechs gegen vier zu spielen. Wie einfach es eigentlich ist, zeigten die Glarner anschliessend, zweimal war Sandro Polli mit platzierten Schüssen erfolgreich. Noch nicht einmal zwei Minuten waren gespielt im zweiten Drittel. Als ob es nicht schon genug wäre, schoss Stefan Reithebuch nach knapp drei Minuten in einer weiteren Überzahl erneut ein Tor. Nun ging es wieder in geregeltem Zustand weiter, das Spiel war offen, auch wenn die Haie aus Nesslau natürlich zuzubeissen versuchten. Bissig zeigte sich allerdings nochmals Reithebuch, welcher mit einem schönen Weitschuss zu Spielmitte auf 4:0 erhöhte.
Nun war es auch den Nesslauern zu viel und sie rannten unermüdlich an. Innert fünf Minuten konnten sie drei Tore wettmachen, auch wenn diese teilweise Glück in Anspruch nehmen mussten, allerdings waren die Tore aufgrund des Spielverlaufs nicht unverdient.

Doppelte Wende


Die Hurricanes hatten vor, das positive Resultat nicht nur über die Zeit zu halten, denn das war angesichts des knappen Spielstandes und der gegnerischen Mannschaft nicht möglich. Wenn sie in Unterzahl agieren mussten, machten die vier auf dem Feld ihre Sache sehr gut. Seine Aufgabe ebenfalls hervorragend meisterte Michael Elmer im Tor der Glarner. Allerdings musste er noch zweimal hinter sich greifen. Es brauchte sogar das Unglück im Getümmel, um ihn zu bezwingen, der Ball wurde dabei eventuell sogar vom eigenen Mann über die Linie gestolpert. Die Sharks versuchten nun die Entscheidung herbeizuführen, denn sie wussten, dass es gefährlich wurde, ehe die Wirbelwinde losgelassen werden. Die Hurricanes machten das Beste daraus, bei einem Freistoss auf der eigenen Grundlinie lancierte Rhyner Sandro Polli mustergültig mit einem hohen Ball, dieser zog direkt ab und glich die Partie wieder aus. Zum Schluss stellten sich die Hurricanes wieder etwas ungeschickt an, denn kurz nach einer erfolgreich überstandenen Strafe musste nochmals einer auf die Strafbank für das genau gleiche Vergehen am gleichen Spieler. Mit beherztem Einsatz wurde allerdings mindestens mal ein Punkt ins Trockene gebracht. Ein gewonnener Punkt, auch wenn man mal mit vier Toren vorne lag.

Entscheidung im Penaltyschiessen


Aufgrund der letzten Strafe in der offiziellen Spielzeit musste die Hurricanes dezimiert in die Verlängerung starten, doch sowohl in Unterzahl wie auch wieder bei ausgeglichener Stärke spielten die Hurricanes muntern mit und spielten keineswegs auf Abwarten, schliesslich unterlag man Nesslau noch letzte Saison nach dem Penaltyschiessen. Doch auch dieses Mal kam erst wieder zur Entscheidung über die volle Spieldauer. Die Glarner Schützen waren unterschiedlich erfolgreich. Florian Weber traf eiskalt, dann scheiterte Fischli knapp, Nesslau glich unterdessen aus. Dann setzte Sandro Polli noch ein Sahnehäubchen auf seine Leistung und traf nach einer Drehung um die eigene Achse und liess dabei den Torhüter ins Leere rutschen. Die weiteren Glarner fanden ihre Abschlüsse vom Torhüter abgewehrt. Elmer musste sich trotz grossartigen Reflexen auch noch ein weiteres Mal erwischen lassen. Es kam zur Direktentscheidung. Elmer liess den Nesslauer verzweifeln und dieser verschoss, Florian Weber zweifelte dagegen gar nicht und traf nochmals, dieses Mal ins andere Eck. Somit schliessen die Hurricanes ein Jahr ab, in welchem sie letzte Saison den Ligaerhalt schafften und nun doch eher im Mittelfeld liegen und im Moment nicht mit Abstiegsängsten zu kämpfen haben. In der Tabelle wird man sich nach vorne orientieren und ein Platz im vorderen Mittelfeld ist klar das Ziel für die zweite Saisonhälfte.