«Das politische System ist in der Schweiz einmalig», betonte Regierungsrat Thomas Tschudi in seiner Rede an der 1.-August-Feier in Näfels. Speziell meinte er hier die direkte Demokratie auf allen Ebenen. «In kaum einem anderen Land kann der Bürger immer wieder entscheiden und Einfluss nehmen.» So zweimal im Jahr an der Gemeindeversammlung, am ersten Mai-Sonntag an der Landsgemeinde und natürlich bei den eidgenössischen Abstimmungen. Es ist aber wichtig, dass von dieser Möglichkeit auch gebraucht gemacht wird. «Viele Leute an der Versammlung oder eine hohe Stimmbeteiligung geben den gefällten Entscheiden eine höhere Legitimation.»
Aber nicht nur vom System an und für sich sei die Politik in der Schweiz näher am Volk als anderswo. Die meisten Politikerinnen und Politiker kommen aus dem normalen Berufsalltag oder üben ihre Funktion als Ergänzung oder «Hobby» zusätzlich aus. «Deshalb haben die meisten Schweizer Politiker doch noch beide Beine auf dem Boden. Und sie wissen, wer die eigentliche politische Macht innehat.»
Die Möglichkeiten jedes Einzelnen für die Gesellschaft enden aber bei der Politik nicht. Freiwillige Arbeit in Vereinen oder Institutionen seien einen weiteren unglaublich wichtigen Faktor für das Zusammenleben in der Schweiz. «Gerade bei Krisen und Naturereignissen funktioniert die Nachbarschaftshilfe in der Schweiz.» Für Tschudi könne diese Solidarität auch im normalen Alltag mit kleinen Aktionen und Gesten gelebt werden. Dies könne schon ein Lächeln für das Gegenüber sein. «Oder sich sonst für eine gute Sache einsetzten.»
Umrahmt wurde der Anlass im Freulergarten musikalisch durch die Harmoniemusik Näfels und kulinarisch durch die Verkehrsvereine Näfels und Mollis, welche abwechselnd die Nationalfeier in den beiden Dörfern organisieren.












