Im Niederurner Rebberg gings um Wein und die Sieben-Punkte-Zukunft

Die SVP Glarus Nord besuchte bei spätsommerlichem Sonnenschein am Bettag‐Samstag den Niederurner Rebberg. Bei der Nachmittagsveranstaltung sollte neben den Referaten auch das Gesellschaftliche nicht zu kurz kommen.




Einleitend wurden die Parteimitglieder von Karin Stüssi‐Flepp über die Kunst des Kelterns ins Bild gesetzt. Der Vortrag beschränkte sich nicht nur auf die Weinherstellung, sondern schloss auch die geschichtlichen Aspekte des Rebbergs mit ein. So konnte der interessierte Zuhörer erfahren, dass der Ursprung dieses Rebbergs in Frankreich wurzelte und bereits im 17. Jahrhundert angelegt wurde.

Die SVP ist nicht bekannt, als dass man sich mit trockener Theorie begnügen würde. Nach den Ausführungen der Weinbäuerin durften die Anwesenden die verschiedenen Weine und Brände auch kosten. Mit einem vollen Glas der Köstlichkeit in der Hand war dann die Aufmerksamkeit bei den Worten des ehemaligen CVP‐Landrates Markus Landolt. Der Unternehmer, der die horgenglarus-Möbelfabrik rettete, nahm die Mandatsträger in die Pflicht. Eine seiner Kernaussagen war, dass die Politik zu wenig für eine bessere Zukunft unseres unverwechselbar schönen Kantons tut. In einem Sieben‐Punkte‐Massnahmenplan zeigte er konkrete Chancen für eine bessere Zukunft des Glarnerlandes auf. Er forderte die Regierungsräte auf, mehr persönliches Engagement bei der Anwerbung neuer Arbeitsplätze, speziell im Grosstal, an den Tag zu legen. Kein gutes Haar liess er am Slogan «im Unterland arbeiten, im Hinterland wohnen». Dieser sei umgehend zu korrigieren. In einer Region, in der es keine Arbeitsplätze gibt, wohnt auch niemand. Viel Freude hatten die Anwesenden an der Aussage, dass die SVP unverzüglich wieder in die Regierung gehöre.

Zum Schluss verdankte der Parteipräsident Thomas Tschudi noch zwei verdienten Amtsträgern für deren Einsatz für Land und Volk. Landrat Aydin Elitok trat aus dem Gemeindeparlament zurück. Elitok war einer der wenigen Parlamentarier, die dank dem Landratsmandat bereits Erfahrung in der Legislative hatten und dem Parlament mit diesem Wissen eine wichtige Stütze war. Sabine Bäbler‐Zentner trat aufgrund der verfassungsmässigen Altersbeschränkung an der diesjährigen Landsgemeinde aus dem Kantonsgericht zurück. Sie trat 1985 in den richterlichen Dienst ein und amtete seit 1990 als Vizepräsidentin der ersten Zivilkammer.