Imagebefragung 2020: Glarnerland ist (noch) attraktiver geworden

Die Kommunikationsaktivitäten des Kantons Glarus zahlen sich aus. Das zeigen die Resultate der zweiten repräsentativen Befragung zum Image des Kantons Glarus. Die generelle Wahrnehmung hat sich gegenüber 2015 verbessert. Die Glarner sind stolz auf ihren Kanton. Dennoch kann sich nur ein kleiner Teil der auswärtigen Befragten vorstellen, im Kanton Glarus zu wohnen und zu arbeiten.



Fünf Jahre nach der ersten Befragung zum Image des Kantons Glarus führte der Kanton Glarus (Standortpromotion/Kantonsmarketing) im Frühjahr 2020 eine zweite Umfrage durch. Der Fragebogen wurde auf die Basis der Umfrage 2015 adaptiert, um vergleichende Schlüsse ziehen zu können. Zielgruppe war die Deutschschweizer Bevölkerung ab 16 Jahren. «Mit einem Langzeitvergleich wollen wir messen, ob sich unsere Promotionsmassnahmen lohnen. Offensichtich ist es uns gelungen, unseren Kanton gegen innen und aussen positiv zu verankern», zeigt sich die zuständige Regierungsrätin Marianne Lienhard zufrieden. Auch wenn sich die Situation mit der COVID-19-Krise verändert hat, liefert die Umfrage eine solide Grundlage für die Planung der weiteren Aktivitäten.

Die Auswertung der Imagebefragung 2020 und die Zusammenfassung der Befragung von 2015 finden Sie hier.

Über 20 Fragen zu verschiedenen Themenkreisen

Zwischen dem 10. Februar und 9. März 2020 wurden zum zweiten Mal Identität und Image des Glarnerlands gemessen. An der Online-Befragung nahmen 2145 Personen teil, davon waren 1036 Glarner/-innen sowie 1109 Nicht-Glarner/-innen. Befragt wurden die Themenkreise Wohnen, Familienfreundlichkeit und Gesundheit, Freizeit, Kultur und Lebendigkeit, Tourismus, Wirtschaft, Innovation und Digitalisierung, Umwelt und Verkehr, Preise und Bevölkerung. 

Markant verbessertes Image bei den Einheimischen

Die allgemeine Wahrnehmung des Glarnerlands bleibt positiv und hat sich gegenüber 2015 verbessert. In der Innensicht erteilen Glarner/-innen die Note 3,24 auf einer Skala von 1 bis 4. Dieser Wert stieg gegenüber der Befragung 2015 markant an, als ein Wert von 2,86 gemessen wurde. In der Aussensicht stieg der Wert von 3,28 auf sehr gute 3,40. Generell gilt: Von Auswärtigen wird das Glarnerland weiterhin positiver wahrgenommen als von Einheimischen. Die Glarner Bevölkerung wird von den Umfrageteilnehmenden als traditionsverbunden, sympathisch, freundlich und hilfsbereit beschrieben. 

Potenzial bei Neuzuzügern und Gesundheitsangeboten für Familien

Glarner/-innen sind überzeugt von der Wohnqualität in ihrem Kanton. Bei den Auswärtigen besteht Potenzial: Im Vergleich zu 2015 nehmen Auswärtige die Wohnqualität etwas weniger gut wahr. Jedoch können sich etwas mehr Auswärtige vorstellen, im Glarnerland zu wohnen oder zu arbeiten, allerdings auf verhältnismässig tiefem Niveau. Generell wird das Glarnerland als familienfreundlich eingestuft. Die Bewertung des Kinderbetreuungsangebots hat sich gegenüber 2015 erneut leicht verbessert. Zudem gilt das Glarnerland weiterhin als günstig, wenn auch nicht mehr in gleichem Mass wie 2015. Erstmals erhoben wurde das Thema Gesundheitsversorgung. Mit Mittelwerten um 3 auf einer Skala von 1 bis 4 beurteilt die Bevölkerung das Thema positiv. Die tiefste Bewertung erhielt die gesundheitliche Versorgung für Kinder und Familien. 

Überdurchschnittliches Freizeitangebot, aber weniger lebendig 

Das Freizeit- und Kulturangebot wird leicht überdurchschnittlich beurteilt. Das gastronomische Angebot verbesserte sich in der Wahrnehmung gegenüber 2015 deutlich. Erneut sehr gut schneidet das Glarnerland bei der Bewertung der Naherholungsräume ab. Das Dorfleben hingegen bewerten Einheimische und Auswärtige als weniger lebendig als noch 2015. Während das Vereinsleben nach wie vor sehr hoch bewertet wird, wird die politische Partizipation als durchschnittlich lebendig beurteilt.

Lust auf Ferien im Glarnerland

Ferien im Glarnerland ziehen gleich viele auswärtige Personen in Betracht wie 2015, die Wahrscheinlichkeit für Tagesausflüge ist weiterhin hoch. Die Vielfalt an touristischen Angeboten erhält ein konstant durchschnittliches bis gutes Zeugnis. Die touristische Infrastruktur wird 2020 deutlich besser wahrgenommen als 2015. Beide Dimensionen werden von Auswärtigen besser beurteilt als von Einheimischen. Die Dienstleistungsbereitschaft wird von Auswärtigen als gut bewertet, Einheimische sind kritischer. Generell hat sich die Wahrnehmung bezüglich Dienstleistungsbereitschaft verbessert, am deutlichsten im Tourismus und Gastgewerbe.

Innovative Unternehmen und Hoffnung auf digitale Arbeitsplätze

Der Wirtschaftsstandort Glarnerland gilt als durchschnittlich attraktiv. Die Aussensicht ist auch hier leicht positiver als die Innensicht. Alle Dimensionen zeigen eine Verbesserung gegenüber 2015 auf – auch das Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie die Weiterbildungsangebote werden wohlwollend taxiert. Das Glarnerland wird allgemein als leicht überdurchschnittlich innovativ wahrgenommen. Besonders die Unternehmen gelten als eine treibende Kraft. Weil der Kanton Glarus künftig die Möglichkeiten der Digitalisierung verstärkt nutzen möchte, wurde die Imageumfrage mit diesem zentralen Themenkreis ergänzt. 

Sicht auf die Verkehrssituation verbessert sich – mit Vorbehalt

Die Umweltbedingungen werden 2020 unverändert positiv beurteilt. Auch hinsichtlich eines schonenden Umgangs mit der Umwelt hat das Glarnerland ein gutes Image, wobei Einheimische sich kritischer äussern als ausserkantonale Befragte. Die Beurteilung der Verkehrssituation auf der Strasse hat sich gegenüber 2015 verbessert, bleibt aber mit 2,09 Punkten tief. Glarner/-innen beurteilen die Situation deutlich schlechter als Auswärtige, auch hinsichtlich Verkehrsanbindung und ÖV-Angebot.

Befragung 2020 – Kurz und bündig

  • Die Standortpromotion und die damit verbundenen Kommunikationsaktivitäten zahlen sich aus: Die generelle Wahrnehmung des Glarnerlands hat sich gegenüber 2015 deutlich verbessert.
  • Es können sich mehr Auswärtige vorstellen, im Glarnerland zu wohnen oder zu arbeiten als noch 2015. Standortfaktoren wie Verkehr oder Gesundheit werden gut wahrgenommen. 
  • Das Glarnerland schneidet gut ab bei Freizeit- und Kultur-Angeboten. Auch die touristische Infrastruktur wird besser bewertet als 2015. 
  • Die Familienfreundlichkeit des Glarnerlands ist ein grosses Plus. Wichtig scheint, beim Thema Gesundheit für Familien und Kinder den Anschluss nicht zu verlieren. Dies hat unter anderem mit der Angebotsstruktur (Praxen, Kitas usw.) zu tun.
  • Es besteht weiterhin Potenzial bei der Erlebbarkeit politischer Kommunikation und Partizipation. Der 2019 installierte Public Newsroom www.gl.ch und dessen Ausbau kann eine wichtige Rolle übernehmen, als dienstleistungsorientierte Anlaufstelle für eine zunehmend digitalisierte Verwaltung.
  • Das Zusammenspiel von Kanton und Gemeinden kann ein wichtiger Bestandteil für die Imagearbeit gegen innen sein.

Unter den Teilnehmenden der Image-Umfrage wurden Preise an folgende Gewinnerinnen und Gewinner verlost: 

1 Übernachtung für 2 Personen im Ortstockhaus Braunwald
- Tomas Jorgensen, Lachen

4 x 2 Festivalpässe für das Stadtopenair «Sound of Glarus»
- Sarah Aebli Glarus, Alfred Müller Aarburg, Regula Rohrer Treiten, Monika Waldvogel Glarus

10 x 1 Glarnertüechli
- Günes Önder, Glarus; Chantal Giger, Glarus; Christine Suter, Dättwil; Adele Buschle-Trümpi, D-Mühlheim; Agnes Arnet, Mollis; Hansuli Künzler, Grabs; Walter Altoè, Jonen; Ivana Tomio, Netstal; Jürg Biber, Seuzach; Andrea Rutzer, Walenstadt.