Evolution gibt es nicht nur bei Lebewesen; so kann die ganze Geschichte unserer Erde als ständige Entwicklung angesehen werden. «Dabei hat die Geologie Einfluss auf die Lebewesen; die Lebewesen können ihrerseits zum Beispiel das Klima beeinflussen», meinte Dr. Hansruedi Zulliger am letzten Sonntag an der Vernissage der Ausstellung «Schritte durch die Zeit». Der Ausstellungsrundweg von etwa einem Kilometer beginnt im Bahnhofsgebäude von Glarus beim Naturzentrum Glarnerland und führt entlang der Linth über die Brücke Ennenda und weiter durch den Volksgarten zurück zum Bahnhof Glarus.
52 Tafeln erwarten die Besucherinnen und Besucher. Darauf wird die Entstehung des Lebens mit faszinierenden Bildern und Texten aus Astronomie, Geologie und Biologie veranschaulicht. «Sind wir die einzigen Lebewesen im Universum?», «Woher kommt das Wissen über unsere Vergangenheit?» und «Gibt es andere Formen von Intelligenz im All?», lauten Fragen, die gestellt werden. Es geht auch darum, sich eigene Gedanken zur Zukunft unseres Planeten zu machen. Sie zeigt aber auch auf, wie kurz die Zeitspanne ist, während der der Mensch präsent ist. Je nachdem wie wir handeln, könne unser Kapitel schneller zu Ende gehen, meinte Zulliger. «Denn was mal ausgestorben ist, ist nie wieder gekommen.»
Die Wanderausstellung wird von der Stiftung Drittes Millennium präsentiert, der die weltweiten Rechte an der Ausstellung gehören. Veranstalter der Ausstellung in Glarus ist der Verein UNESCO-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona. Er setzt sich ein für die Erhaltung, Pflege und Inwertsetzung der Tektonikarena Sardona mit ihren einzigartigen geologischen Phänomenen und aussergewöhnlichen universellen Werten. Das Gebiet des Welterbes Sardona ist mit seinen Bergen und Tälern Zeuge der bis zu 300 Millionen Jahre alten Gebirgsbildung. «Glarus ist somit ein idealer Ort, um vor den Geheimnissen unserer 4,6 Milliarden jährigen Erdgeschichte ins Staunen zu geraten», meinte Rosi Böni, Projektleiterin Tektonikarena Sardona. Auf einigen Ausstellungstafeln sind QR-Codes zu finden, die auf einen Link mit wichtigen geologischen Ereignissen zur Gebirgsbildung im Welterbe Sardona führen.
Gemeindepräsident Peter Aebli zeigte sich sehr erfreut, dass die Wanderausstellung bis am 28. September halt in Glarus macht. «In einer Zeit, in der immer weniger auf Fakten geachtet wird, ist so eine wissenschaftliche Geschichtsreise noch wichtiger.» Ausserdem dankte er Kaspar Marti und seinem Team, für die rasche und unkomplizierte Umsetzung der Ausstellung rund um den Bahnhof und Volksgarten.










