In den meisten Bereichen rückläufige Zahlen

Die Kantonspolizei präsentierte heute die Zahlen im Bereich Unfälle und Straftaten im Jahr 2017. Im Gros liegen die Zahlen unter dem Vorjahr.



Präsentierten die Zahlen 2017 für die Kantonspolizei: Kommandant Markus Denzler (stehend) und Oberleutnant Anton Landolt. (Bild: jhuber)
Präsentierten die Zahlen 2017 für die Kantonspolizei: Kommandant Markus Denzler (stehend) und Oberleutnant Anton Landolt. (Bild: jhuber)

Die Kantonspolizei Glarus führte am Dienstag ihren grossen Jahresrückblick 2017 mit der Präsentation der Verkehrsunfall- und Kriminalstatistik durch. Grundsätzlich konnte Kommandant Markus Denzler ein positives Fazit ziehen « obwohl hinter jeder Zahl ein Einzelschicksal steckt und somit eigentlich zu viel ist.» So verzeichnete Oberleutnant Anton Landolt, Leiter Spezialdienste, mit 315 Verkehrsunfällen 23 weniger als im Vorjahr. «Und dies trotz der Massenkarambolage Anfang 2017 mit 36 involvierten Fahrzeugen.» Am erfreulichsten hierbei, dass seit 2010 kein Todesopfer zu beklagen war. Die Hauptgründe für die Unfälle waren wie bis anhin Unaufmerksamkeit, nicht angepasste Geschwindigkeit sowie zu geringer Abstand. Bei gewissen neuralgischen Punkten habe die Polizei zudem interveniert. So nach dem Kreisel in Netstal mit der Erweiterung der 50er-Zone oder der Anpassung des Bahnübergangs in Näfels. Zudem begrüsste er die Arbeiten rund um den Volksgarten. Denn gerade im Bereich der Fussgänger hat die Zahl der Unfälle im Jahr 2017 zugenommen. Hier komme sicher auch die Unaufmerksamkeit der Fussgänger selber ins Spiel. Die Kantonspolizei sieht sich aber weiterhin gefordert, den Trend mit Präventivmassnahmen sowie Kontrollen weiter aufrechtzuhalten.

Nach den Jahren 2013/14 gelang es, die Zahl der Einbruch- respektive Einschleichdiebstähle wieder näher an die Zeit vor der «Einbruchwelle» zu bringen. «Da spielten aber sicher noch andere Faktoren als nur die Glarner Polizei eine Rolle.» Während hier die Zahl auf 97 respektive 25 gesunken ist; sank die Gesamtzahl an Straftaten um 20,5 Prozent auf 1493 Fälle. Eine deutliche Zunahme war dabei beim Betäubungsmittelhandel zu verzeichnen. «Hier spielte aber das Ausheben einer Hanf-Indoor-Anlage eine bedeutende Rolle.» Im Bereich der Betäubungsmittel sei aber auch die Gewichtung vonseiten Polizei ein grosser Faktor, führte hier Denzler weiter aus. «Drogen sind ein grosses Problem in unserer Gesellschaft. Es stellt sich aber die Frage, wie die Polizei diesem Problem begegnen soll.» Für den Kommandanten sei es demnach weniger wichtig, die einzelnen Konsumenten auszuheben, sondern sich auf den Handel zu konzentrieren. Was die Polizei auch 2017 stark gefordert hat, sei die verhältnismässig hohe Zahl an Wirtschaftsdelikten, welche immer aufwendige Ermittlungen zur Folge hätten. Im Weiteren wies Denzler auf die Gefahr der kleinen Zahlen hin. «In einem kleinen Kanton wie Glarus können einzelne Ereignisse zu grossen Änderungen in der Statistik führen. Grundsätzlich gefällt uns aber die rückläufige Tendenz in den letzten Jahren.»