In der Einzelwertung erfolgreich, in der Klubwertung nach hinten gereicht

Werner Jacober doppelt nach und holt sich den Sieg zum zweiten Mal in der Kategorie Fun & Safety.



In der Einzelwertung erfolgreich, in der Klubwertung nach hinten gereicht

Von März bis Ende September läuft in der Schweiz die Thermiksaison – die ideale Zeit für Gleitschirmpiloten, um lange Streckenflüge zu absolvieren. Piloten mit der entsprechenden Lizenz können ihre Flüge auf einer Internetplattform einreichen. Mitte Oktober werden die Resultate ausgewertet und die Ranglisten erstellt. In der Schweiz zählen die vier weitesten Flüge pro Pilot, für die weltweite Wertung werden sechs Flüge berücksichtigt. Beim Streckenflugcup entscheiden die Teilnehmer selbst über Startzeit, Ort und Flugroute.

Der Glarner Gleitschirmpilot Werner Jacober doppelt nach und holt sich den Sieg zum zweiten Mal in Serie. Er gewann die nationale Wertung in der Kategorie Fun & Safety und setzte sich dabei gegen 1313 andere Piloten durch. International belegte Jacober unter 20 347 Piloten den ausgezeichneten siebten Rang.
Seine Saisonflüge startete Jacober alle in der Ostschweiz, wobei sein spektakulärster Flug durch seine Heimat führte. In Fanas startete er in die dritte Dimension, um erst nach 9 Stunden und 9 Minuten in Schiers wieder festen Boden unter seinen Füssen zu haben. Nach dem Start flog Jacober das Prättigau hinauf und setzte hoch über dem Sivrettagletscher an der österreichischen Grenze seinen ersten Wendepunkt. Zurück über das Rheintal und die Surselva bis nach Sedrun, wo der zweite Wendepunkt gesetzt wurde. Danach konnte Jacober über den Bifertenstock ins Glarnerland einfliegen und über den Schilt zum dritten Wendepunkt nach Walenstadt gleiten. Am Chäserrugg konnte der Pilot noch einmal ausreichend Höhe gewinnen, um zurück ins Prättigau zu fliegen.

Bei den Frauen belegt Gabriela Jacober in der Kategorie Fun & Safety Women den zweiten Platz. Auch sie startete die Saisonflüge mehrheitlich in der Ostschweiz. Ein Flug direkt ins Herz gelang der Kaltbrunnerin vom Mattstock, konnte sie so die Churfirsten und das Zürcheroberland ausgiebig geniessen. Das besondere Highlight war die Landung vor ihrer Haustüre in Kaltbrunn.

Dem Gleitschirmklub Glarnerland gelang die Saison nicht wunschgemäss. Nach den Podestplätzen in den vergangenen Jahren müssen sich die Mitglieder mit dem 12. Platz von 93 teilnehmenden Klubs begnügen.