In Laufen gibt es nicht nur Täfeli zu kaufen …

Dies erfuhren die Ausflugsteilnehmenden des Samaritervereins Näfels. Kurz vor sieben Uhr besammelten sich 21 aktive Samariter/-innen mit ihren Familienangehörigen beim Bahnhof Näfels. Die Reise führte über Ziegelbrücke nach Zürich, Basel, Münchenstein nach Laufen. Das Wetter schien der Gesellschaft ebenfalls wohlgesinnt, sodass die vorbeiflitzende Landschaft mit den wunderbaren Feldern auf den blühenden, roten Mohnblumen herrlich zur Geltung kamen.



In Laufen gibt es nicht nur Täfeli zu kaufen …

Wir Bergkantonbewohnenden konnten nur staunen über die Vielfalt der Gegenden, welche die Schweiz auf kleinstem Raum zu bieten hat. Kameradschaftliche Gespräche und Erzählungen bereicherten die Zugfahrt. Die Teilnehmenden genossen die gemütliche Runde.

In Laufen angekommen, nahmen wir einen feinen Znünikaffee im schmucken Städtchen ein. Bald schon holte uns Linard Candreia ab und zeigte uns die Schönheiten von Laufen. Dabei erfuhren wir viel über die Geschichte des Ortes, der Gegend und der ganzen Schweiz. Dem Stadtführer, selbst Bündner, Geschichtslehrer und seit 20 Jahren in Laufen wohnhaft, gelang es wunderbar, die Samariterinnen und ihre Begleitungen in den Bann zu ziehen. Selbst beim Mittagessen erfuhren wir noch weitere interessante Gegebenheiten über Laufen. Die «Lämmli»-Küche verwöhnte uns mit herrlichen Gerichten. Anschliessend waren alle gespannt, was das Ricola-Museum zu bieten hat. Haben Sie gewusst, dass es mehr als 16 Sorten Züggerli gibt? Die 13 Kräuter für die Mischungen aus einheimischer, landwirtschaftlicher Produktion stammen? Es einen Meter Pastillen zu kaufen gibt? So wurden wir in fast alle Geheimnisse der «Täfeli-Produktion» inkl. Geschichte der Entstehung eingeweiht. Nach so vielen getesteten Geschmacksrichtungen liessen es sich einige nicht nehmen, auch noch die kleine, ortsansässige Schokoladenfabrik zu besuchen. Gestärkt mit leckeren Schokoküssen traf sich die gut gelaunte Schar zum Nachmittagstrünkli. Dort sang eine «Kleinstformation von geübten Sänger/-innen», ad hoc der Jubilarin ein Ständchen zum Geburtstag. An dieser Stelle vielen Dank, Agnes, für die offerierte Runde. Bald hiess es dann die Rückreise anzutreten, welche auch reibungslos und mit vielen Eindrücken im Gebäck angetreten wurde. Von anderen Zugreisenden angesprochen, wie es so in der «Zältli-Fabrik» war, sammelten wir Synonyme für die süssen Stücke. Je nach Dialekt heissen sie Züggerli, Zücki, Täfeli, Zältli, Güezi. Also, eine Reise verbindet auch, wenn es viele Mundartausdrücke für das Gleiche gibt. Zurück in Näfels verabschiedete sich die Reisegruppe mit vielen Episoden vom abwechslungsreichen Ausflug ins Baselbiet und dem einen oder anderen «Züggerli» in der Tasche.