Information Strompreise 2019 Glarus Nord

Die Stromkunden der Gemeinde Glarus Nord kommen in den Genuss tieferer Strompreise. Aufgrund des ersten Massnahmenpaketes zur Energiestrategie 2050 (ES2050) ergeben sich neue Segmente und damit unterschiedliche Tarife. Ab 2019 können die ersten Kunden mit Smart-Meter quartalsweise und damit bezugsbezogen abgerechnet werden.




Der Strompreis setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • Energiepreis
  • Netznutzungsentgelt
  • Abgaben (bestehend aus den Elementen Systemdienstleistungen (SDL), Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) und Abgaben an das Gemeinwesen

Die Tarife für die Netznutzung können nun dank erhöhtem Netzabsatz und optimaler Leistungsbewirtschaftung gesenkt werden. Der Verwaltungsrat der TBGN unterstreicht mit diesem Entscheid die Strategie für ein solides, zuverlässiges und starkes Netz. Mit diesen Tarifen kann der Werterhalt gesichert und das für den Netzausbau aufgenommene Fremdkapital mittelfristig amortisiert werden.

Nutzung möglichst lokal produzierter Energie

Die TBGN setzte den Wunsch ihrer Kunden nach einer möglichst lokalen Energieversorgung um. Zu diesem Zweck wurde mit der KVA Linth eine Partnerschaft eingegangen, welche es ermöglicht, den Grundbedarf der Energie für das Niederspannungsnetz lokal zu decken. Es entstand ein Vertrag, welcher die Energiepreise für 2016 – 2019 bestimmt. Auf das kommende Jahr (2019) bleibt dieser Einkaufspreis bei der KVA stabil, trotz einer durch ihren Wärmeverbund ausgelösten reduzierten Lieferung im Winterhalbjahr. Jedoch sind die Preise an der Börse, bei welcher im Winter zusätzliche Energie eingekauft und im Sommer überschüssiger Strom verkauft wird, angestiegen. Der Verwaltungsrat hat entschieden, die Energiepreise trotzdem zu senken und den kalkulierten Fehlbetrag aus den Reserven zu decken.

Das Standardprodukt für die Kunden bis 50 000 kWh kommt auch 2019 aus erneuerbaren schweizerischen Produktionen. Die Kunden der TBGN können auch im kommenden Jahr ihren Beschaffungsmix mit Produkten der Glarner-Energie: «linth» und «tödi» weiter nachhaltig verbessern.

Netznutzungs-Tarife sinken

Die am 1. November 2017 verabschiedeten Gesetzesänderungen im Rahmen des ersten Massnahmenpaketes zu ES 2050 verlangen von den Verteilnetzbetreibern einige markante Anpassungen. So dürfen die Grundgebühren keinen Bezug mehr zu der Dimensionierung der Messeinrichtung haben. Entsprechend werden bei den TBGN ab dem kommenden Jahr für alle Kunden die gleiche Grundgebühr (7 CHF/Monat) gelten. Grosskunden, welche eine monatliche Rechnung und weitere Dienstleistungen benötigen, wird dies wie bisher zusätzlich verrechnet. Ab dem 1. Januar 2019 gibt es bei einem Netzbezug von weniger als 50 000 kWh auf der 230/400 Volt Ebene (Netzebene 7) nur noch eine einzige Kategorie. Mit der Installation von Smart-Metern wird es nun auch möglich, quartalsmässig abzurechnen. Dies bedeutet, dass diese Kunden keine Akontorechnung mehr erhalten.

Der Netzabsatz ist seit 2016 kontinuierlich angestiegen. Somit können die anfallenden Kosten auf eine grössere Menge abgewälzt werden. Von diesen Kosten ausgenommen sind die Vorlieferanten, welche auf Basis des an die Kunden gelieferte Stromes entschädigt werden. Die Leistungsbewirtschaftung gegenüber den Vorlieferanten ist für die TBGN sehr wichtig. Aus diesem Grund wurde auf der Hochspannnungsebene 16 000 Volt (Netzebene 5) eine neue Tarifgruppe für Kunden mit einer Nutzungsdauer von mehr als 4000 Stunden pro Jahr eingeführt.

Die Auswirkungen der Anpassungen in den Netznutzungs-Tarifen bringen einem Standard-Haushalt H4, gemäss der Kategorisierung der ElCom, mit einem Jahresabsatz von 4500 kWh eine Senkung von etwa 4 Prozent respektive 50 Franken pro Jahr.

Der Verwaltungsrat ist überzeugt, dass trotz dieser Senkung die sichere Versorgung durch eine ausgewogene Investitions-Politik weiter gewährleistet werden kann.