Informationsveranstaltung der Gemeinde betreffend Sperrung Tälistrasse

Am Freitag, 14. Juni 2013, fand im Berghaus Hirzli in Glarus Nord/Niederurnen ein Informationsanlass zur aktuellen Situation bei der gesperrten Tälistrasse statt. An diesem Anlass berichteten der für die Sanierung der Tälistrasse zuständige Ingenieur Markus Gächter einerseits sowie Andreas Schärer, Bereichsleiter Wald + Landwirtschaft, Ressortleiter Ruedi Menzi sowie Gemeindepräsident Martin Laupper über die aktuelle Lage und die weiteren geplanten Schritte.




Ingenieur Markus Gächter schilderte den zahlreich erschienenen Anwohnern und Ferienhausbesitzern nochmals die Gründe für die Hangbewegung, welche am 7. Mai zur Schliessung der Niederurner Tälistrasse geführt hatte. Seitdem wird das Niederurner Täli über die Seilbahn sowie den durch das Ressort Wald + Landwirtschaft optimierten Schlittweg erschlossen.

Bereichsleiter Andreas Schärer stellte dabei den anwesenden Personen die temporäre Öffnung der Tälistrasse in Aussicht. Dies soll dahingehend ermöglicht werden, dass zusätzliche bauliche Massnahmen durchgeführt werden, damit die Tälistrasse wieder geöffnet werden kann. Dennoch sind auch nach Öffnung weitere Beobachtungsmassnahmen notwendig, zumal das Problem dadurch nicht endgültig beseitigt werden kann.

Gemeinderat Ruedi Menzi teilte mit, dass nach erfolgter temporärer Öffnung verschiedene Optionen geprüft werden, um eine langfristig befriedigende Lösung für die Niederurner Tälistrasse zu finden.
Diese Suche ist jedoch auch mit Zeit verbunden, sodass die Behördenvertreter die Tälibewohner um Geduld baten. Ebenfalls gilt es gemäss Gemeindepräsident Martin Laupper, eine kontrollierbare Lösung zu finden, welche letzten Endes finanziell auch verantwortbar bleibt.
In der Veranstaltung nahmen die Vertreter von Gemeinde und Ingenieurbüro zahlreiche wertvolle Inputs der Anwesenden entgegen, welche teilweise jedoch auch schon geprüft wurden. Die steil abfallenden Gesteinsschichten, welche durch dünne Mergelschichten getrennt werden, die wie Gleitschichten wirken, stellt die verantwortlichen Personen bei der Suche nach einer dauerhaften Lösung vor grosse Probleme.

So erhofft sich die Gemeinde, nach Öffnung der Niederurner Tälistrasse mittelfristig eine sinnvolle, nachhaltige Lösung zu finden. Dabei werden gemäss Ingenieur Markus Gächter nicht nur verschiedene weitere Optionen der Linienführung zu prüfen sein, sondern auch weitere Massnahmen wie zum Beispiel Gewichtsbeschränkungen, wie von Anwohnerseite eingebracht wurde. Hierbei betonte man jedoch, dass solche Schritte auch mit gewichtigen Konsequenzen für die Benutzer verbunden sein könnten.

Zur allgemeinen Zufriedenheit konnte abschliessend festgestellt werden, dass die Erwartungshaltung der Bewohner des Tälis ungefähr mit den Vorstellungen der Gemeindebehörden hinsichtlich der Lösung des gegenwärtigen Problems übereinstimmt und alle beteiligten Parteien bestrebt sind, gemeinsam nach verschiedenen Alternativen zu suchen.