Diesmal hatte er mit der Flötistin Patricia Tschudi und Magdalena Mattenberger-Kobelt, Cello, zwei talentierte, bewegend interpretierende Musikerinnen eingeladen. Sie widmeten sich ausschliesslich Werken von Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788) und Johann Sebastian Bach (1685 – 1750). Es kam mit den verschiedenen Sonaten ein wahrhaft kurzweiliges, kontraststarkes Programm zur Aufführung. Patricia Tschudi meisterte ihren wechselvollen, anspruchsreichen Part mit ergreifendem Können, hoher professioneller Fertigkeit und einer wohltuend spürbaren Spielfreude, die Leichtigkeit, Liebliches, mannigfaltig Buntes, Träumereien. neckische Verspieltheiten, Brillanz, Bedachtsames, Trauriges und Verlockungen in immerwährendem Wechsel zum Inhalt hatte. Mit gleicher Eleganz und hohem Können begleiteten Jakob Strebi am Cembalo und die Cellistin Magdalena Mattenberger. Beide interpretierten einfühlend, mit leichter Zurückhaltung und enormer Präsenz. So wuchs vieles zu einem erfüllenden Ganzen, das hin und wieder fast zu schnell endete. Gerne hätte man sich beim einen oder andern Satz in die verlockend schönen Klangfüllen hineinbegeben, um einfach zu verweilen, die so klug ausgespielten Gefühle und Farben ganz lange zu geniessen. Fingerfertigkeiten, feines Akzentuieren, beschwingtes Ausspielen, solistische Präsenz von Jakob Strebi und der Flötistin
Patricia Tschudi, auch das sorgsame und inhaltsreiche Begleiten der Cellistin
führten zu einem erfüllenden Begegnen, in einen Kirchenraum, der Frühling-
stimmung und wärmende Sonne wie einfing und sie wundersamen Klängen zuordnete.
Nervenstark und clever gecoacht: Glaronia schlägt Aadorf 3:0


