Innovationskraft und gutes Design verbinden Thema und Electrolux

100 Jahre dynamischer, wechselvoller Entwicklung in einer kurzen Ausstellungssequenz darzustellen ist eine schwierige Herausforderung. Die neueröffnete Jubiläumsausstellung im Glarner Wirtschaftsarchiv in Schwanden will eine eindrückliche Begegnung mit der Geschichte von Therma und Electrolux schaffen.



Ziel der Ausstellung sei es, dass den Besuchern ein Stück spannender Industriegeschichte vermittelt wird und darüber hinaus ein charakteristisches Stück glarnerischer Industriekultur bewusst gemacht wird.

Dank der Gemeinde Schwanden

In seiner Dankesrede betonte der Gemeindepräsident von Schwanden, Dr. Thomas Heft, das gute Einvernehmen mit der Electrolux Schwanden AG, aber auch in früheren Jahren mit der Therma. Es sei für Schwanden ein Glücksfall, dass der Electroluxkonzern sich vor kurzem eindeutig für den Produktionsstandort Schwanden ausgesprochen habe. Neben den vielen, für Schwanden so wichtigen Arbeitsplätze sei auch von grosser Bedeutung, dass mit den Produkten von Electrolux auch der Ortsname hinaus in die Schweiz und ins Ausland getragen werde. Als Dank und Anerkennung an diese erfolgreiche und fruchtbare Zusammenarbeit überreichte er seinerseits ein Geschenk an die MitarbeiterInnen von Electrolux. Alle erhalten von der Gemeinde einen Reisegutschein für die Fahrt mit dem Bus und der Bahn nach Mettmen und dazu wird im Bergrestaurant eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen offeriert.

Erfindergeist eines jungen Glarners

Begegnung war anschliessend der „rote Faden“ des Referates von Frau Dr. Sibyll Kindlimann, Wissenschaftliche Leitung GWA, zur Jubiläumsausstellung „100 Jahre Innovation durch Therma und Electrolux. Einmal die Begegnung mit Samuel Blumer, der aus harten einfachen Verhältnissen heraus seine Faszination für Elektrotechnik in praktische Erfindungen umsetzte und der mit seinem starken persönlichen Engagement alle Widerstände überwand. Es brauchte zu jener Zeit viel Überzeugungskraft und oft auch Humor um die weit verbreitete Angst und Skepsis gegenüber der Elektrizität im Haushalt zu verdrängen. Einige der ersten, von Samuel Blumer hergestellten Geräte sind in der Ausstellung zu sehen und lasen etwas von der besonderen Situation und von der Visionen der zukünftigen Möglichkeiten der Elektronik spüren. Dinge die Blumer voraussah, an die er stets glaubte und für die er ein echter Wegbereiter war.

Innovationskraft

Samuel Blumer dachte bei seinen Erfindungen stets an die praktische Anwendbarkeit der verschiedenen Geräte. Sein Innovationsgeist, stets auf neue Bedürfnisse ausgerichtet, war charakteristisch und er prägte ihn auch in seiner Firma Therma ein. Diese Innovationskraft wird in der erstaunlichen Vielfalt von originellen Geräten in der Ausstellung sichtbar. Das Design der Thermaprodukte, von hervorragenden Könnern konzipiert, wurde zum Markenzeichen der Therma. Beide, Innovation und Design, finden ihre Fortsetzung in der aktuellen Entwicklung bei Electrolux.

Soziale Komponente – Berufsbezeichnung „Thermaarbeiter“

Blumer war ein sozialer Arbeitgeber und hat bewusst mit dem Aufbau der Therma der Bevölkerung von Schwanden eine industrielle Zukunft sichern wollen. Dies haben die MitarbeiterInnen stets dankbar anerkannt und sich mit „ihrer“ Firma identifiziert. Viele Mitarbeiter haben als Berufsangabe „Thermaarbeiter“ angegeben, was auch heute noch im Telefonbuch nachvollziehbar ist.- Er hat die Weiterbildung der Mitarbeiter gefördert und zusammen mit seiner Schwester Didi Blumer die „Gemeindestube gegründet und gefördert. Eine Institution welche bis heute das kulturelle Leben in der Region Glarus-Süd anregt. Mit seinen Elektrogeräten hat er eine Revolution im Haushalt eingeleitet und den Wandel der Stellung der Frau in der Gesellschaft gefördert.

Sibyll Kindlimann bedankte sich beim Unternehmen Elektrolux Schwanden AG, bei den Leihgebern der vielen Geräte und vor allem beim Ausstellungsteam. Anschliessend lud sie die Besucher zu einem ersten offiziellen Rundgang durch die Ausstellung ein.

Eine Ausstellung welche einen eindrücklichen Überblick über die vergangenen 100 Jahre Firmengeschichte vermittelt. Ein Besuch dieser Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall.