Internationale Konferenz führte ins Welterbe Sardona

Kürzlich fand an der HSR Hochschule für Technik in Rapperswil zum ersten Mal in der Schweiz die internationale ECLAS-Konferenz (European council of landscape architecture schools) statt. Das Motto der Veranstaltung lautete «Bridging the Gap – Grenzen überwinden», wobei Grenzen zwischen den verschiedenen Landesteilen und Ländern sowie zwischen Hochschule und Praxis gemeint waren. An der ECLAS-Konferenz nahmen rund 220 Lehrer und Forscher aus über 30 Ländern teil.




Tektonikarena Sardona als beliebtes Exkursionsgebiet

Im Rahmen der Konferenz wurden diverse Exkursionen angeboten. Speziell beliebt war die Exkursion in das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona. Gemäss Institutsleiter Prof. Dr. Dominik Siegrist hätten sich doppelt so viele Teilnehmer für die Exkursion angemeldet als berücksichtigt werden konnten. Unter den schliesslich 25 Teilnehmern der Exkursion befanden sich Wissenschaftler und Universitätsprofessoren aus 10 verschiedenen europäischen Ländern sowie aus China, dem Iran und den USA.

Tschinglen-Alp als Basis


Die intakte Bergwelt, traditionelle Bewirtschaftungsformen sowie die Auszeichnung des Gebietes als UNESCO-Welterbe lockten die Exkursionsgruppe in die Region Elm. Nach einer Begrüssung von Gemeinderat Kaspar Marti im Welterbe-Besucherzentrum fuhren die Wissenschaftler auf die Tschinglen-Alp. Zwei GeoGuides Sardona zeigten den Gästen die Glarner Alpenwelt, während Welterbe-Geschäftsführer Harry Keel die Organisation und Aufgaben des Welterbes ausführte. Für die Hochschule Rapperswil ist die Tektonikarena Sardona ein wichtiges Lehrbeispiel für Heritage Management und Umweltbildung.

Alle Beteiligten waren sehr beeindruckt von der Bergwelt und den Geo-Phänomenen rund um die Tschinglen-Alp. Zu speziell ausführlichen Diskussionen führte das für viele völlig unbekannte Mittagessen (Älplermagronen mit Apfelmus). Am Schluss waren dann aber doch alle Teller leer.