Internationales Schützensilber ins Glarnerland geholt

Rolf Lehmann, René Müller, Andreas Stüssi und André Eberhard holten nach einem hoch stehenden Wettkampf den Vizemeistertitel des internationalen Grenzlandcups ins Glarnerland.



Silber fürs Glarnerland. Von links: Rolf Lehmann
Silber fürs Glarnerland. Von links: Rolf Lehmann

Am Sonntag fand in Feldkirch der Final des internationalen Kleinkaliberturniers, der so genannte Grenzlandcupfinal, statt. An diesem Final schossen die 32 besten Gruppen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz. Mitunter starteten die Sportschützen Glarnerland mit einer Gruppe. Die von Trainer Roland Weyermann selektionierten Athleten waren allesamt schon für die Finalqualifikation verantwortlich. Die Erwartungshaltung war also gross.

Eigene Gesetze im Vorarlberg
Dass nach der Grenze eigene Gesetze gelten, mussten die Sportschützen Glarnerland letztes Jahr erfahren. Bereits nach der Vorrunde konnten die Glarner die Koffer wieder zusammenpacken. Diese Saison sollte der Final für die Sportschützen Glarnerland länger dauern. Nach der ersten Vorrunde wurde aber den „Zigerschützen“ bald klar, dass es ein hartes Unterfangen wird, wenn sie am Abend mit einer Medaille ins Tal zurückkehren wollen. Bei Andreas Stüssi und Rolf Lehmann, beide 97 Punkte, sowie René Müller (96) lief der Motor noch nicht ganz rund. André Eberhard (99) erwischte den besseren Start. In der zweiten Vorrunde drehten dann Stüssi und Lehmann (beide 98) auf. René Müller fand sich einfach noch nicht zu Recht (95). Ebenfalls 98 Ringe erzielte Eberhard. Mit zweimal 389 Zählern lagen die Glarner auf dem zwölften Zwischenrang, womit sie für den Viertelfinal qualifiziert waren.

Sensationelle Gruppendynamik

Im Viertelfinal befanden sich noch 16 Gruppen, die in den Halbfinal vorstossen wollten. Das Glarner Quartett liess sich aber nicht beeindrucken. Eberhard schoss das Maximum von 100 Punkten, während die restlichen drei Gruppenmitglieder je 98 Ringe erzielten. Mit sehr guten 394 Zählern resultierte der vierte Zwischenrang. Das Halbfinale war erreicht. Während Lehmann ebenfalls 100 Ringe erzielte und Müller sowie Stüssi in seinen Bann zog (beide 98), musste Eberhard einen Rückschlag hinnehmen (96). Trotzdem schloss GL 1 auf dem zweiten Zwischenrang ab.

Leadergruppe out

Die während Jahren dominierenden Schützen aus Hohenems mussten sich im Halbfinale verabschieden. Mosnang, Glarnerland, St. Gallen und Boltigen hiessen die vier Finalteilnehmer. Rolf Lehmann stand im Final als Erster auf (99). André Eberhard (99) und René Müller (97) zogen dem Schwandner nach. Andreas Stüssi hatte mehr Mühe. Ihm fehlte das nötige Quäntchen Glück (93). Schlussendlich reichte es den Glarnern mit 388 Ringen trotzdem für den sensationellen zweiten Schlussrang. Grenzlandcupsieger wurde Mosnang (394). St. Gallen erhielt die Bronzemedaille (388).