Interpellation «Zukunft des bedienten Bahnhofs Schwanden»

Die Ende November 2016 von Landrat Karl Stadler, Schwändi, eingereichte Interpellation wird vom Regierungsrat an der heutigen Sitzung wie folgt beantwortet:




Der Verkauf von Fahrausweisen obliegt der SBB. Das SBB-Sortiment kann bereits heute zu 90 Prozent über Selbstbedienungskanäle (Online, Mobile, Billettautomat und automatische Aboerneuerung) gekauft werden. Aktuell werden über 80 Prozent der Fahrausweise über die Selbstbedienungskanäle verkauft, die Tendenz ist weiter steigend. Die SBB entwickeln unter Berücksichtigung der neuen Technologien alle ihre Verkaufskanäle weiter und setzen diese situationsgerecht ein. Plant die SBB die Umwandlung eines Bahnhofs in eine Selbstbedienungsstation, nimmt das Unternehmen vorgängig rechtzeitig mit dem Kanton und der Gemeinde Kontakt auf.

Weiss der Regierungsrat, ob die SBB mittelfristig die Schliessung des Bahnhofs Schwanden plant?
– Die SBB wurde zum Thema befragt. Sie antwortete, dass die Prüfung und Anpassung des Verkaufsstellen-Netzes im Hinblick auf Kundenverhalten und Marktentwicklung eine Daueraufgabe der SBB sei. Die Betroffenen würden über Änderungen jedoch rechtzeitig informiert. Dem Regierungsrat sind aktuell keine Absichten zur Schliessung des Bahnhofs Schwanden bekannt.

Falls eine solche Absicht bekannt ist oder in Zukunft bekannt werden sollte, wäre der RR bereit, bei der SBB zu intervenieren und Massnahmen zu ergreifen, um eine solche Schliessung zu verhindern?
– Die SBB ist ein ausgesprochen dienstleistungsorientiertes Unternehmen. Sie kann sich der Veränderung des Kundenverhaltens und der Markt­entwicklung nicht verschliessen. Die Distribution ist Sache der SBB und nicht Bestandteil der Angebotsvereinbarung, welche der Kanton mit dem Unternehmen abschliesst. Der Kanton hat diesbezüglich keine Handhabe, um gegen eine allfällige Schalterschliessung vorzugehen. Selbstverständlich würde sich der Regierungsrat im Rahmen seiner Möglichkeiten für den Erhalt des Bahnhofs Schwanden stark machen, wobei es sich dabei eher um eine einvernehmliche Verständigung handeln würde.