Ist Durchhalten altmodisch?

Auf Einladung von «Frauen für Frauen im Glarnerland» (Evangelische Frauenhilfe) referiert Heidi Hofer Schweingruber am diesjährigen Einkehrtag für Frauen zum Thema «Durchhalten».



Eine wohlbekannte Referentin am Einkehrtag: Heidi Hofer Schweingruber referiert am 21. Oktober in Glarus. (Bild: mb.)
Eine wohlbekannte Referentin am Einkehrtag: Heidi Hofer Schweingruber referiert am 21. Oktober in Glarus. (Bild: mb.)

Eigentlich wäre ein Vortrag der Theologin Debora Sommer geplant gewesen. Infolge Erkrankung der Referentin hat sich Heidi Hofer Schweingruber spontan zur Verfügung gestellt, den diesjährigen Einkehrtag zu gestalten. Die psychologische Beraterin und Trauerbegleiterin aus Zürich befasst sich mit Fragen wie folgenden: Sind Durchhalten und Aushalten altmodische Werthaltungen in unserer kurzlebigen Zeit, in der wir alles immer und sofort haben müssen? Oder kann es sich immer noch lohnen, eine Krise durchzustehen und sie auszuhalten? Wann aber ist es höchste Zeit, eine Situation zu beenden und aus ihr herauszuwachsen?

Wir sind den Ereignissen in unserem Leben nicht einfach ausgeliefert. In jedem Lebensalter können wir Entscheidungen treffen und Weichen stellen. Lebensweisheit und Alterserfahrung befähigen uns, einerseits anzunehmen, was das Leben für uns bereithält, anderseits aber ebenso zu entscheiden, wann eine Situation uns nur noch schadet. «Einfach sind solche Prozesse nicht, aber machbar», sagt Heidi Hofer Schweingruber. Mit ihrem Vortrag will sie aufzeigen, wie wir lernen können, unsere jeweiligen Bedürfnisse klarer wahrzunehmen, Lösungen zu finden – und sie dann auch durchzuführen.

Frauen aller Konfessionen sind herzlich willkommen. Wer Lust und Zeit hat, ist nach dem Vortrag zu einem einfachen Mittagessen eingeladen. Am Nachmittag gibt es Gespräche bei Kaffee und Kuchen. (Samstag, 21. Oktober, 10 Uhr, reformiertes Kirchgemeindehaus Glarus, Kollekte zur Deckung der Unkosten.)