IV-Revision gehört Abgelehnt

Die JUSO Glarnerland empfiehlt das Nein zur 5. IV-Revision über die nächstes Wochenende abgestimmt wird. Statt Probleme zu lösen, schafft diese Revision nur neue, davon ist die JUSO überzeugt.



JUSO Glarnerland: empfiehlt Ablehung der IV-Initiative (Bild: jhuber)
JUSO Glarnerland: empfiehlt Ablehung der IV-Initiative (Bild: jhuber)

Auf grossen Plakaten kann man das Wort „Missbrauch“ lesen. Tatsache ist: Immermehr Menschen können in der heutigen Arbeitswelt nicht mehr bestehen. Es wirdimmer mehr gefordert.

In die IV abgeschoben

Für viele Arbeiter für die es früher noch etwas zu tun gab, sind unter den verschärften Wettbewerbsbedingungen keine Jobs mehr da. In den letzten Jahren wurden viele dieser Arbeitnehmer von ihren Chefs in die IV „abgeschoben“. Dies ist der wahre Missbrauch der IV, der angeprangert gehört. Die JUSO lehnte an ihrer letzten Vollversammlung die IV-Revision einstimmig ab. Auchdie JUSO ist der Meinung das möglichst wenig Menschen IV-Renten beziehen sollten.

Von der IV in die Sozialhilfe

Mit der IV Revision würden viele aber einfach aus der IV in die Sozialhilfe„umgelagert“. Das senkt die Kosten der IV, ist aber glasklar nur eine Scheinlösung. Was die JUSO möchte, ist das möglichst viele dieser Menschen wieder in die Arbeitswelt einsteigen und ihr eigenes Geld verdienen können. Dazu hat aber die IVRevision keine Lösungen. Sie fordert von vielen IV-Bezügern sich sozusagen selbst einen Job zu suchen, wer es nicht schafft wird bestraft. Und dies in einer Wirtschaft die viel zu wenige Jobs für Menschen mit Behinderungen anbietet. Gerade Junge Menschen müssen eine Arbeit haben können, auch wenn sie Behindertsind. Wenn wir es nicht schaffen, die Jungen Behinderten in die Arbeitswelt zuintegrieren, besteht die Gefahr dass sie lebenslang IV-Abhängig bleiben müssen.

JUSO Glarneland empfiehlt Ablehnung

Darum empfiehlt die JUSO Glarnerland und mit ihr dutzende von Behindertenorganisationen das Nein zu dieser verfehlten IV-Revision. Nur so kann der Weg freigemacht werden für einen neuen Anlauf und eine bessere IV-Revision, die auch die Wirtschaft in ihre Pflicht nimmt.

Weitere Informationen und Auskünfte: Marco Kistler, 079 297 79 23www.juso.ch/glarusMedienmitteilung – 11. Juni 07