Der Kantonalvorstand der Glarner SVP hat am vergangenen Mittwoch mit 20:0 Stimmen die JA-Parole beschlossen. Die Ausgaben der ALV übersteigen seit Jahren die Einnahmen. Die Revision dient dazu, die Versicherung finanziell wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Schulden von rund sieben Milliarden Franken abzubauen.
Die Revision sieht eine ausgewogene Mischung aus Minderausgaben und Mehreinnahmen vor. Einerseits werden gezielt gewisse Leistungen gekürzt, andererseits die Lohnabzüge von 2,0 auf 2,2 Prozent erhöht. Zusätzlich wird ein Solidaritätsprozent auf dem nicht versicherbaren Teil des Lohns zwischen 126 000 und 315 000 Franken erhoben, um den Schuldenabbau zu beschleunigen. Die Besserverdienenden leisten damit einen Sonderbeitrag an die ALV.
Die Grundleistungen, wie die Höhe der Taggelder, werden durch die Revision nicht angetastet. Die Beitragszeit wird aber stärker an die Bezugsdauer gekoppelt und die Wartezeit vor dem Bezug des Taggelds wird teilweise verlängert. Die Sicherung der ALV dient damit auch der Missbrauchsbekämpfung.
Auch bei einem Nein muss die ALV saniert werden. Um eine weitere Verschuldung zu verhindern, hat der Bundesrat im Juni beschlossen, die Lohnabzüge auf Anfang 2011 von 2,0 auf 2,5 Prozent zu erhöhen, falls die Revision abgelehnt wird. Die Erhöhung würde bei einem Nein somit mehr als doppelt so hoch ausfallen wie mit der Revision. Damit würde das Einkommen der Beschäftigten vermindert und die Lohnkosten für die Unternehmen würden stärker steigen als mit der Revision.
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