Ja zur KLL-Konzessionserneuerung – Linthal 2015 kann starten

Gegen die Stimmen der Grünen hat der Glarner Landrat an seiner Sitzung am Mittwochvormittag einer Neuauflage der Konzession für die Kraftwerke Linth-Limmern (KLL) mehrheitlich zugestimmt. Damit ist der Weg für den Bau das Pumpenspeicherwerks in Linthal frei.



Nacheiner produktiven Diskussion: der Landrat bestätigt die Konzessionserneuerung KLL (Bild: ehuber)
Nacheiner produktiven Diskussion: der Landrat bestätigt die Konzessionserneuerung KLL (Bild: ehuber)

Mit diesem allgemein erwarteten und auch erhofften Entscheid können die KLL das Projekt Linthal 2015 verwirklichen und ein Pumpenspeicherwerk in der Grössenorddung von rund einer Milliarde Franken erstellen. An der Sitzung vom 29. August hatte der Landrat die Vorlage zur Nachbesserung an den Regierungsrat zurückgewiesen.

Heimfallverzichtsabgabe

Nach weiteren Verhandlungen ist die KLL bereit für die Heimfallverzichtsabgabe gut zehn Millionen Franken mehr, insgesamt nun 133.8 Mio Franken zu bezahlen. Dies konnte Walter Elmer, Kommissionspräsident, in seiner Erklärung im Zusammenhang mit der Debatte zur Konzessisonerneuerung vermelden. Unter Heimfall ist der entschädigungslose Rückfall der wasserberührten Kraftwerkteile an das verleihungsberechtigte Gemeinwesen zu verstehen. Der von Landrat Rico Bertini eingebrachte Antrag diese Abgeltung zu je einem Drittel der Standortgemeinde, der neugegründeten Gemeinden und dem Kanton zuzusprechen wurde vom Landrat mit 37 zu 34 Stimmen angenommen. Dazu erklärte aber anschliessend Landrat Fritz Schiesser, dass darüber gegebenenfalls die Landsgemeinde, wenn verlangt, endgültig zu entscheiden habe.

Beteiligung am Erfolg der KLL

Neu konnte dank gutem Verhandlungsgeschick für den Kanton ein Anspruch auf eine Beteiligung am zukünftigen Erfolg der KLL von mindestens zwölf Prozent herausgeholt werden. In der Detailberatung wurde der Kommission für die gleistete Arbeit und den grossen Einsatz der verdiente Dank ausgesprochen. Einzig die grüne Fraktion konnte sich mit der Konzessionserneuerung nicht einverstanden erklären. Grund war der Verzicht auf eine mögliche Pumpwerkabgabe. Landrat Andy Luchsinger, als Sprecher der grünen Partei bezeichnete den Verzicht gar als ein „ökologisch katastrophales Signal“ gegenüber der kommenden Generation. In der Schlussabstimmung entschied sich der Rat mit 69 zu 5 Stimmen für die bereinigte Vorlage zur Konzessionserneuerung. Damit ist der Weg für das für den Kanton Glarus so wichtige Projekt Linthal 2015 frei.