Jagdtrophäen und Jagdhunde waren die Hauptthemen am Glarner Pelzfellmarkt

Wie schon Jahre zuvor verzeichnete der vom Glarner Jagdverein organisierte Traditionsanlass auch in diesem Jahr einen Grossaufmarsch. Der «Tag der Glarner Jäger» liessen sich die Glarner Nimrode nicht entgehen. Im Mittelpunkt standen die Präsentation der Trophäen aus der Jagd 2019 sowie der Verkauf von Wildtierfellen und diversen Jagdutensilien. Im Weiteren informierten Glarner Nachsuche-Führer über ihre Tätigkeiten mit den Hunden.




Der «Tag der Glarner Jäger» ist für die Glarner Nimrode  ungefähr gleichbedeutend wie die Glarner Landsgemeinde und wird von diesen jeweils dick in den Agenden als «wichtige Veranstaltung» eingetragen. So sorgte auch der vergangene Samstag für ein fröhliches, kunterbuntes Treffen unter Gleichgesinnten, die alle mit Leidenschaft und Engagement ihrem geliebten Hobby, der «Jagd» frönen. Neben der Jägerschaft waren aber auch recht viele Naturinteressierte anzutreffen.   Mit viel Liebe und grossem Aufwand zeigte das Team um Balz Menzi eine Ausstellung über das Schweisshundewesen (Nachsuche auf verletzte Wildtiere).,. Im Foyer des Restaurant Schützenhaus wurde das Publikum bereitwillig über die Arbeiten des Schweisshundeführers informierte und ihre Lieblinge geschickt gleich mit in die Show einbezogen.

«Tag der Jäger» war wiederum ein Vollerfolg

Während zu Beginn der Besuch eher etwas spärlich war, füllte sich gegen die Mittagsstunden der Schützenhaussaal zusehends und am Nachmittag mussten sogar noch zusätzliche Tische und Stühle aufgestellt werden. Nach einem furiosen musikalischen Auftakt durch das Ländler Trio «Zween und Eini» und der Jagdhornbläsergruppe «Edel Wyss»» unter der Leitung von Manfred Bertini  konnte ein sichtlich zufriedener Fritz Stüssi, Präsident des Glarner Jagdvereins, mit Freude zahlreiche Gäste, unter ihnen Landamman Dr. Andrea Bettina sowie weitere politische und jagdliche Vertreter begrüssen. . Er bedankte sich bei den Organisatoren des Anlasses, allen voran bei Vorstandsmitglied Markus Fischli, der wie immer Dank professioneller. Arbeit für einen reibungslosen Ablauf des Pelzfellmarktes 2020 besorgt war. In seinen Ausführungen wies der Präsident auch auf das Thema «Jagd im Spannungsfeld der Bevölkerung» hin. Das von den Eidgenössischen Räten genehmigte revidierte Jagdgesetz, gegen das nun von eher jagdkritischen Kreisen das Referendum ergriffen wurde, gelangt im kommenden Mai zur Abstimmung. Ein gutes, aktuelles Gesetz unter dem Motto «Sicher für Tier, Natur und Mensch». Mit einem JA zum fortschrittlichen Jagdgesetz schaffen wir günstige Voraussetzungen für die Zukunft meinte Fritz Stüssi. 

Riesiges Interesse für den Pelzfellmarkt 2020

Der jeweils anfangs Jahr stattfindende Pelzfellmarkt in der Kantonsmetropole Glarus fand auch in diesem Jahr ein riesiges Interesse. In wildgerechtem Ambiente  stiessen die vielen Besucher auf eine reichhaltige Palette mit ausgewählten Wildtierfellen, Wildfleisch in allen Variationen, nützliche Jagdutensilien, Jagdbekleidungen für Mann und Frau und alles heilende «Munggen»-Salben, Fuchsfelle für die Haute Couture und nützliche Erfindungen für den Jägeralltag.  Auf grosses Interesse stiessen die Jagdtrophäen, wobei vor allem die Hirschtrophäen des Jungjägers Urs Weber aus Bilten, der gleich an seinem ersten Jagdtag zwei kapitale Hirschstiere in den Bildner Waldungen erlegen konnte, im Zentrum der Diskussionen. Bei der abschliessenden Prämierung der schönsten Hirschtrophäen, durch Rolf Spichtig, Haslen, ging Weber dann letztlich auch als verdienter Sieger hervor.