Einsparungen wurden insbesondere durch zurückhaltende Ausgaben sowie Effizienzsteigerungen in Verwaltung, Betrieb und Bildung erzielt. Die finanzielle Stabilisierung muss jedoch weitergeführt werden. Ohne weitere Massnahmen bzw. Leistungsabbau ist das mittelfristige Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes nicht zu erreichen.
Die positive Abweichung von rund CHF 6,1 Mio. gegenüber dem Budget 2025 ist auf mehrere Gründe zurückzuführen. Einerseits konnten beim Personal (-CHF 2,0 Mio.) sowie beim Sach- und Betriebsaufwand (-CHF 0,8 Mio.) die Ausgaben deutlich reduziert werden. Andererseits entwickelte sich der Fiskalertrag (+CHF 2,1 Mio.), die zusätzlichen Entgelte (+CHF 1,2 Mio.) sowie der Finanzertrag (+CHF 1,3 Mio.) erfreulich. Ein wesentlicher Teil des Gewinns ist jedoch auf einmalige Effekte zurückzuführen. So führten Gewinne bei Liegenschaftsverkäufen und Marktwertanpassungen im Finanzvermögen zu zusätzlichen Erträgen von rund CHF 3,1 Mio.
Weiterhin hohe Investitionen
Die Nettoinvestitionssumme beträgt mit CHF 10,1 Mio. um CHF 6,1 Mio. weniger als im Vorjahr. Budgetiert waren im Jahr 2025 inklusive Übertragungskrediten Nettoinvestitionen von CHF 20,4 Mio. Somit wurden rund 49% des Investitionsbudgets effektiv umgesetzt. Die Investitionstätigkeit bleibt nach wie vor hoch. Im Jahr 2025 konzentrierten sich die Investitionen vor allem auf die Bereiche Schulanlagen sowie Strassen bzw. Werkleitungen. Der Selbstfinanzierungsgrad stieg deutlich auf 94,3% (Vorjahr 13,6%), bleibt jedoch im Hinblick auf die anstehenden zukünftige Grossinvestitionen eine Herausforderung.
Finanzielle Lage bleibt angespannt
Das operative Ergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 6,9 Mio. und liegt neu bei CHF +4,1 Mio. (Vorjahr CHF -2,8 Mio.). Auch ohne die erwähnten Einmaleffekte weist die Rechnung kein strukturelles Defizit auf. Trotz dieses positiven Jahresabschlusses bleibt die finanzielle Situation der Gemeinde anspruchsvoll. Die Nettoschuld stieg per Ende 2025 auf CHF 26,0 Mio., was einer Pro-Kopf-Verschuldung von CHF -2021 entspricht. Das Fremdkapital ist auf CHF100,5 Mio. (Vorjahr: CHF 82,2 Mio.) angestiegen. Die Gemeinde Glarus ist weiterhin auf Fremdfinanzierung angewiesen, um anstehende Investitionen zu decken. Der Gemeinderat plant daher, die Investitionstätigkeit künftig weiterhin stark zu priorisieren und zu begrenzen.
Ausblick
Mit Blick auf die kommenden Jahre stehen der Gemeinde weitere bedeutende Investitionen insbesondere in den Bereichen Schulraumentwicklung, Hochwasserschutz und Infrastruktur bevor. Ziel bleibt ein mittelfristig ausgeglichener Haushalt, eine ausreichende Selbstfinanzierung sowie die Reduktion der Verschuldung. Der Gemeinderat wird der Gemeindeversammlung im Juni beantragen, die Jahresrec




