«Jeder Arbeitsplatz im Kanton ist uns wichtig!»

Die negativen Schlagzeilen aus der regionalen Wirtschaft bereitet auch den Dachorganisationen Glarner Handelskammer und Gewerbeverband des Kantons Glarus grosse Sorgen. Die Präsidenten wünschen sich deshalb an der Gemeindeversammlung von Glarus ein positives Zeichen für die Möbelfabrik horgenglarus und für die Glarner Wirtschaft.



Tridonic, Electrolux oder Eternit. Die einheimische Wirtschaft sorgte in diesem Jahr immer wieder für negative Schlagzeilen und für eine deutliche Reduktion an Arbeitsplätzen im Glarnerland. «Das nehmen wir natürlich mit grosser Sorge zur Kenntnis», meint die Präsidentin des Gewerbeverbands des Kantons Glarus Andrea R. Trümpy. Auch für ihren Kollegen von der Glarner Handelskammer Peter Rufibach ist die Entwicklung sehr bedenklich. «Am Schluss ist jeder Arbeitsplatz im Kanton von grosser Bedeutung und ist es wert, darum zu kämpfen.» Bei internationalen Unternehmen sei dies natürlich deutlich schwieriger als bei lokalen Firmen. Deshalb sei es umso wichtiger, den Traditionsunternehmen Sorge zu tragen. «Firmen wie zum Beispiel die Möbelfabrik horgenglarus, welche durch ihren Namen und die Produkte die Gemeinde und den Kanton positiv nach aussen tragen», erläutert Rufibach weiter. Über deren Zukunft befindet die Bevölkerung am kommenden Freitag an der Gemeindeversammlung bei der Umzonung im Buchholz. An diesem Standort möchte die horgenglarus ihren neuen Firmensitz errichten. «Es ist deshalb sehr wichtig, dass Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, die für eine einheimische Wirtschaft und Industrie sind, auch an der Versammlung teilnehmen», betont Trümpy. Das Unternehmen sei ein Paradebeispiel für die lange und erfolgreiche Tradition des Glarnerlands als Industriekanton. «Eine Tradition, welche wir bedauerlicherweise mehr und mehr verlieren», räumt Rufibach ein. Die Vorlage sei dabei mit Beispielen in anderen Gemeinden nicht zu vergleichen. Auf der einen Seite ist die Parzelle bereits als Bauzone – zwar für öffentliche Bauten – eingezont und auf der anderen Seite sieht der kommunale Richtplan in diesem Gebiet genau eine solche Entwicklung mit der Ansiedlung von Gewerbe vor. «In der Philosophie des Unternehmens wird es sicher ein attraktiver Bau, der den Eingang von Glarus bereichern wird», ist sich Rufibach sicher. Neben der Sicherung der rund 40 Arbeitsplätze gebe der Bau, so Trümpy, zusätzlich interessante Impulse für das lokale Gewerbe. Für beide sei ein positives Zeichen an der Gemeindeversammlung zu setzen, nicht nur für horgenglarus, sondern auch für die gesamte Industrie im Kanton sei der Entscheid von grosser Bedeutung.

*Jürg Huber ist Pressebeautragter der Glarner Handelskammer und des Gewerbeverbandes des Kantons Glarus.