Jegliche Art von Gewalt ist zu verurteilen…..

Die Parteileitung der CVP lehnt die Begehren der JUSO ab. Gewalt ist ein all-gemeines gesellschaftliches Problem und muss als solches angegangen wer-den - Angebote dazu gibt es bereits - sie müssen nur genutzt werden....



Stellungnahme der CVP des Kantons Glarus zur Aufforderung der JUSO (Bild: jhuber)
Stellungnahme der CVP des Kantons Glarus zur Aufforderung der JUSO (Bild: jhuber)

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen anlässlich der Demo der JUSO gegen Rechtsextremismus hat diese die "Glarner Politik" dazu aufgerufen, die Angriffe der Rechtsextremen auf schärfste zu verurteilen, in Zusammenarbeit mit den Glarner Parteien eine öffentliche Diskussionsveranstaltung unter dem Thema "Rechtsextremismus, was Tun?" durchzuführen, sowie eine Fachgruppe zum Thema einzusetzen (durch den Regierungsrat).

Der Ansatz ist zu einseitig

Der Ansatz der JUSO ist zu einseitig. Gewalt ist heute weniger ein politisches als vielmehr ein gesellschaftliches Problem: Junge und Alte, Schweizer und Ausländer sicher auch Links- und Rechtsextreme, greifen immer mehr zu Gewalt, aus welchen Motiven auch immer. Dabei gibt es meist unschuldige Opfer. Die Gewaltanwendung von Rechtsextremen ist dabei nur ein Teil des Grundübels, auch im Glarnerland - dies bestätigen Fachleute, die Polizei und Jugendliche, die immer wieder mit unverständlichen Aggressionen konfrontiert werden.

"Stark ohne Gewalt"

Die CVP des Kantons Glarus ruft deshalb zur Verurteilung jeglicher Art von Gewalt auf. Gewaltbereitschaft und Gewalt beginnt sehr früh und muss vorab mit erzieherischen Massnahmen bekämpft werden: Eltern und Schulen sind aufgefordert, entsprechend Präventionsarbeit zu leisten, gegen Gewalt und deren Folgen zu sensibilisieren und den Umgang mit Aggressionen und Gewalt zu lehren. Dabei sei auf ein Projekt der Schulen in Schänis verwiesen, bei denen unter Einbezug der Eltern entsprechende Workshops mit grossem Erfolg durchgeführt wurden. Ein weiteres Beispiel, dass im Kt. Glarus zu diesem Thema Aktivitäten am Laufen sind, zeigt sich im Rahmen des Glarner Projekts "Stark ohne Gewalt", das getragen wird vom gleichnamigen Verein. Unterstützt, sowohl inhaltlich wie auch finanziell, wird dieses Projekt von kantonalen Institutionen (Polizei, Schule, Sozialdienst), wie auch von den beiden Landeskirchen, dem Schweizerischen Roten Kreuz und dem Netzwerk Jugendarbeit u.v.m. Die InitiantInnen dieses Projekts, dass sich aktuell auf einen Zeitrahmen von 2 Jahren (mit insgesamt 14 Teilprojekten) beschränkt, begrüssen eine übergreifende Zusammenarbeit, um dieses wichtige Thema auch in Zukunft im Kanton zu verankern (siehe: www.starkohnegewalt.ch.vu sowie www.chili-srk.ch) - dies muss unterstützt, bekannt gemacht und der Arbeit umgesetzt werden….

Kommt es trotz erzieherischen Massnahmen und Prävention zu Gewaltanwendungen, so ist dieser entschieden entgegen zu treten - diesbezügliche "Nulltoleranz" beginnt wiederum zu Hause und in der Schule - der Staat und seine Polizei sind nur das letzte Mittel. Die Politik kann mit Hilfe einer gesunden Familien- und Sicherheitspolitik (Polizei) entsprechende Rahmenbedingungen schaffen und die Voraussetzungen für Jugendliche verbessern, mehr nicht.