Jenson Jazzband in Schwanden

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Glarner Seniorenverbandes gastierte die Jenson Jazzband im Gemeindezentrum Schwanden. Der Auftritt erfolgte nach der Einladung von Paul Aebli, dem neuen Präsidenten des Verbandes. Realisiert wurde dieses Begegnen auch, weil sich Matthias Jenny, Bandleader und Aebli bestens kennen. Die über hundert spürbar begeisterten Versammlungsteilnehmer wurden in die Welten des Dixielands und Gospels entführt, schmissig, virtuos und bewegend.



Einige Wochen vor diesem Auftritt begegneten sich Musikbegeisterte und Jazz Point, bereits damals mit Mathias Jenny und anderen Musikern an gleicher Stelle. Und die Kenner wussten damit bereits, dass man sich auf Wirbliges, Virtuoses, hin und wieder leicht Lautstarkes, in jeder Beziehung beseelt und professionell Vorgetragenes einstimmen konnte. Dass Jenny hin und wieder ins Glarnerland reist, hat mit seiner Jugendzeit zu tun. Er, heute in Horgen wohnhaft, wuchs in Schwanden auf. Mit ihm reisten echte Profis an, die mitreissend und kraftvoll auszugestalten wissen, bestens aufeinander eingestimmt sind und mit spürbarer Routine aufzutreten wissen. Ihr lebhaftes und kenntnisreiches Ausdrücken ist ebenso faszinierend wie mitreissend.

Neben Matthias Jenny wurden der Schlagzeuger und Sänger Flavio Ferrari, Gregor Bruhin, Gospelspezialist und ansteckend munterer Sänger und Trompeter, Ruedi Morgenthaler, Banjo; Richard Lipiec, Klarinette und Saxofon und der Bassist Hanspeter Hotz vorgestellt. Ihnen zuzuschauen und musikalisch Gebotenes anzuhören war genussreich. Es wurde nicht einfach irgendein Repertoire runtergespielt. Es wurde im Gegenteil mit spürbarer Hingabe und professioneller Reife ausgestaltet. Und das war in jeder Beziehung erfüllend, kurzweilig. Man tauchte zuweilen in Vertrautes ein, träumte mit, verharrte für kurze Momente.
Dass nach den vielen Soli gerne und bereitwillig geklatscht wurde, gehörte einfach dazu.
Man freute sich über die Vielfalt des Gebotenen, nahm gerne Kenntnis vom geschickten, stimmungsstarken Ausgestalten.

Und so zwischendurch erfuhr man, weshalb es zum Begriff «Jenson» überhaupt gekommen war. Matthias Jenny klärte auf. Das habe mit «Jennys Sohn» zu tun. Sein Vater war vor Jahrzehnten als geschätzte Lehrkraft in Schwanden tätig gewesen.

Dass eine Mitgliederversammlung für «Oldies» mit alten Weisen eröffnet und abgeschlossen wird, ist eher selten. Die Aufwartung der Band und deren professionelle Vielseitigkeit wurde spürbar geschätzt.