Jonglage trifft Rock – Gianni & I Ginghiali feiern Plattentaufe

Leise, beinahe tastend beginnt der Abend. Noah Schiltknecht berührt einen Ball, lässt ihn rollen, jagt ihm nach und bringt ihn zum Klingen. Ein eingebauter Chip verwandelt jede Bewegung in Ton. So wird aus Jonglage eine kleine Geschichte aus Bewegung und Klang und schafft eine Atmosphäre voller Spannung und Neugier.



Jonglage trifft Rock - Gianni & I Ginghiali feiern Plattentaufe (Bilder: zvg)
Jonglage trifft Rock - Gianni & I Ginghiali feiern Plattentaufe (Bilder: zvg)

Danach übernimmt «Gianni & I Ginghiali» die Bühne. Sie feiern im Jakobsblick in Niederurnen die Plattentaufe ihres ersten Albums «Urbi et Orbi» und gleichzeitig ihren ersten grossen Auftritt, organisiert vom Kulturforum Brandluft.

Zur Band gehören Werner Fischer an der Gitarre, Gabriel Schiltknecht am Schlagzeug, Marco Tulinski an der zweiten Gitarre, Michi Eberhardt am Bass und Sänger Gianni Pennaforte. Als Special Guest ist Noah Schiltknecht am Keyboard dabei.

Gianni Pennaforte stammt aus dem Süden Italiens, dem Mezzogiorno, ist jedoch in Näfels aufgewachsen. Seine raue, erdige Stimme und sein ausgeprägtes Improvisationstalent prägen den Sound der Band. Er singt und rappt auf Italienisch – spontan, direkt und gesellschaftskritisch.

Musikalisch bewegen sich «Gianni & I Ginghiali» zwischen Blues, Rock und groovenden Rhythmen. Der Name, italienisch für Wildschweine, passt perfekt. Wie ein Rudel streifen sie durch die Landschaft der Rockgeschichte, ohne festen Plan, aber mit Instinkt. Sie graben nach Klängen, finden Unerwartetes und nähren sich davon. Die Band gibt es seit rund drei Jahren. Am Anfang trafen sie sich einfach zum Spielen, ohne Ziel und ohne Druck. Später merkten sie, dass daraus etwas Eigenes entstanden ist. So nahmen sie ihr Album «Urbi et Orbi» in nur zwei Tagen live im Studio auf.

«Wir kennen uns seit Jahrzehnten», sagt die Band. «Und irgendwann beschlossen wir einfach: Das nehmen wir jetzt auf.» Das Ergebnis ist roh, ehrlich und lebendig, wie ein Wildschwein, widerstandsfähig, temperamentvoll, frei und immer in Bewegung.

Mit Jonglage, Groove und italienischer Poesie wurde die Plattentaufe zu einem besonderen Erlebnis, zu einem Abend voller Bewegung, Klang und wildem Herzschlag.