Kajak, Kanadier oder Kanu?

Der Herbst nimmt immer mehr die typischen Formen an: Temperaturen sinken, die Bäume verfärben sich und der Kanufahrer stellt sein Sportgerät in den Keller. Die Boote haben sich die Pause auch hart verdient. Viele Stunden stachen sie durch wilde Wasser, rutschten über Steine und flogen Wasserfälle hinunter.



Lukas Wielatt auf der „Devilslide“ in der berüchtigten Schöllenschlucht. (Bild: zvg)
Lukas Wielatt auf der „Devilslide“ in der berüchtigten Schöllenschlucht. (Bild: zvg)

Immer mit dabei die Leute von kanu-gl.ch, einer Gruppe von Wasserbegeisterten aus dem Raum Glarus und Umgebung. Für die Mutigsten bereits schon an Ostern und für die Übrigen Anfang April wurden die Boote offiziell zu Wasser gelassen, um dann im Mai mit neuen und alten Kajakinteressierten für Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse auf dem Walensee bereit zu sein.
Die verlängerten Wochenenden wurden fleissig genutzt, um die Flüsse der Schweiz zu erkunden. Oft stösst man dabei in den Schluchten auf eine andere Welt, eine einsame und verlassene, dort wo keine Häuser stehen, kein Lärm und nicht einmal die Wellen der Mobiles Körper und Geist stören.

Wie jedes Jahr, eine Woche vor den Sommerferien, fand im Tessin das „Moesaweekend“ statt. Smaragdgrünes Wasser fliesst durch Grundgestein und formt ein Meisterwerk der Natur. Wildwasser für alle Könnerstufen auf 15 Kilometern, „Italienfeeling“ inklusive.

Das Highlight des Jahres war einmal mehr das Sommerlagers. Jedes Jahr zieht es uns in ein neues Wildwassergebiet in Europa. Das kleine Dorf Wildalpen in der Steiermark war dieses Jahr unser Ziel, ein Dorf, bei dem man das Gefühl hat, das wohl fast jeder und jede irgendetwas mit Kanufahren zu tun hat. Die tolle Atmosphäre und die wunderschönen Schluchten und Flusslandschaften liessen uns immer wieder Zeit und Welt vergessen.

Wenn die Wasserstände im Herbst in den Keller sinken und die Temperaturen nicht mehr wirklich einladend sind, um sich auf den Flüssen zu vergnügen, ziehen wir in wärmere Gegenden. Das Sportzentrum Filzbach bietet uns die perfekten Bedingungen für das Wintertraining. Grosses Hallenbad, Whirlpool und schön warmes Wasser animieren Interessierte, die Eskimorolle unter Augen von Fachleuten spielend zu erlernen. Natürlich bleibt auch Zeit zum Spielen, Schwimmen oder für die neusten Freestylemoves.