Kandidaten standen Rede und Antwort

Für die Gesamterneuerungswahl des Gemeinderates in Glarus Nord stellen sich acht Frauen und Männer zur Wahl; zudem Fridolin Staub und Samuel Zingg für das Präsidium. Am Wahlpodium von DemokratieDialog stellten sich Kandidatinnen und Kandidaten einem breiten Publikum vor. Den Anlass als Barometer dürfte nicht nur Argumente, sondern auch Emotionen Einfluss auf die Stimmabgabe haben.



(Bilder: jhuber)
(Bilder: jhuber)

Die Politischen Gremien im Kanton Glarus werden am 8. März neu besetzt; der heisseste Wahlkampf verspricht dabei der Wahlkampf in Glarus Nord. Für sechs Sitze im Gemeinderat stellen sich 8 Kandidaten, davon drei bisherige, zur Wahl. Zudem fordert Samuel Zingg den amtierenden Gemeindepräsident Fridolin Staub heraus. Um die Personen nicht von den Wahlplakaten einschätzen zu können, lud der frische Verein DemokratieDialog am letzten Samstag zu einem Wahlpodium ins Schulhaus Obererlen. Vor einer rappelvollen Aula präsentierten sich zuerst Priska Müller-Wahl, Daniel Landolt, Christoph Zwicky und Samuel Zingg und sprachen zu den Themen Finanzen, Entwicklung und die Möglichkeiten, die Dörfer vor allem durch die Vereine am Leben zu halten oder weiter zu beleben. Anschliessend hatten Andreas Streiff, Olivia Lattmann, Kaspar Krieg und Bruno Galatti die gleiche Gelegenheit und sprachen zu den Themen Kommunikation, Verkehr und Gemeindeordnung. Vor allem bei den Fragen und Meinungen aus dem Plenum zeigte sich eine Mischung aus Unsicherheit und kritischer Haltung gegenüber dem Gemeinderat. Ein Konflikt, der aber besonders die nördlichste Gemeinde des Kantons Glarus schon seit den Anfangszeiten der Gemeindefusion begleitete. Ähnliche Gefühle und weitere Emotionen begleiteten dann auch der krönende Höhepunkt: das Gespräch zwischen dem 2024 zum Gemeindepräsident gewählten Fridolin Staub und dem auch für das Präsidium kandidierenden Samuel Zingg. Die bereits im Vorfeld, auch durch gewisse Medienberichte, aufgeladene Stimmung prägte auch hier vor allem die Voten speziell zur Führung der Gemeinde aus dem Plenum gegenüber beiden Kandidaten. Wie sich die einzelnen Kandidaten geschlagen haben, können die Besucher des ersten Wahlpodiums von DemokratieDialog am Schluss nur für sich selber beantworten, wie auch die Stimmbürgerinnen und -bürger für sich selbst entscheiden müssen, wem sie die Zukunft von Glarus Nord in die Hände geben möchten.