Kanton Glarus begrüsst Modernisierung der Alarmsysteme

Der Regierungsrat begrüsst die vorgesehene Modernisierung der Alarmierung der Bevölkerung. Das Ansinnen des Bundesrates, die Zuständigkeit der Sirenen den Kantonen zu übertragen, lehnt er in seiner Vernehmlassungsantwort ab.



Sirenenanlage in Netstal • (Foto: zvg)
Sirenenanlage in Netstal • (Foto: zvg)

Die Bevölkerung soll bei Ereignissen mit modernen Kanälen informiert, gewarnt und alarmiert werden. Dabei wird auf eine Multikanalstrategie gesetzt und gleichzeitig auf mehrere Verbreitungsformen gesetzt. Neu kommt eine Handyalarmierung («Cell Broadcast») dazu, bewährte Kanäle wie der Sirenenalarm und Radiomeldungen sollen weitergeführt werden (s. Medienmitteilung Bundesamt für Bevölkerungsschutz).

Gelebtes Kooperationsmodell weiterführen

Die entsprechenden Änderungen des Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetzes begrüsst der Glarner Regierungsrat in seiner Vernehmlassungsantwort und bezeichnet sie als zielführend und sinnvoll. Die vorgeschlagene Regelung, dass die Kantone für die Sirenen alleine zuständig sein sollen, lehnt er hingegen ab. Das heutige System habe sich bewährt und solle beibehalten werden. Die letzten Jahre zeigen, dass das heute gelebte Kooperationsmodell (Zentrale Steuerung durch den Bund und Aufgabenübernahme durch die Kantone gegen Entschädigung) eine sehr gut funktionierende und praxistaugliche Lösung darstellt.

Nationaler Handyalarm ist sinnvoll

Der Kanton Glarus begrüsst, dass das heutige Kernsystems «Polyalert» durch ein weiterentwickeltes und modular aufgebautes System abgelöst werden soll und es künftig einen zentralen Handyalarm geben soll, für den man keine App herunterladen muss.