Kantonalbank erhält ein neues Gesicht

Die Fassade des Hauptsitzes der Glarner Kantonalbank in Glarus wird im nächstes Jahr saniert. Dabei wird das Gebäude anschliessend wieder mehr so aussehen wie beim Neubau 1966, verriet die Geschäftsleitung an der Infoveranstaltung für die Anwohner am letzten Dienstag.




Die letzten grossen Arbeiten am 1966 erbauten Hauptsitz der Glarner Kantonalbank (GLKB) fanden in der Mitte der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts statt. «Nach dieser Zeit sind nun wieder Sanierungen im grösseren Mass notwendig», erklärte Hanspeter Rhyner, CEO GLKB, am letzten Dienstag den Anwohnern und der Presse. Ein Hauptgrund dabei sei natürlich, dass mit modernen Methoden deutlich mehr Energie gespart werden kann, ausserdem seien die Arbeitsbedingungen für die Angestellten nicht mehr ideal. «Im Sommer meistens zu heiss, im Winter dagegen eher zu kalt. Ausserdem sei das Attikageschoss bei der letzten Sanierung nicht berücksichtig worden, sodass dieser Bereich und die Flachdächer eigentlich schon fast 50 Jahre auf dem Buckel haben.»

Alter Charme


Das Architekturbüro Hauser + Marti konnte nun ein Projekt vorlegen, welches nicht nur diesen Massnahmen Rechnung trägt, sondern auch das Erscheinungsbild des Gebäudes verändern wird. «Wir gehen wieder sehr nah zurück an das Original von 1966», erläuterte Bernardo Rhyner das Projekt. Die Fassade werde so ein Mix aus der alten statischen Struktur und Eternitplatten. Hier werde man zusammen mit dem Unternehmen zusammenarbeiten und sehen, ob man etwas Innovatives zum Beispiel auch mit Ornamenten produzieren kann. Ebenfalls eine Hommage an das Original wird das Vordach auf der Hauptstrasse und vor dem Haupteingang sein.

Rücksicht auf die Nachbarn

Nun werde die Baueingabe an die Gemeinde übergeben, Baubeginn soll dann am nächsten Landsgemeindemontag sein. «Die Sanierung wird in vier Etappen stattfinden», führte Renato Bossi weiter aus. Dies aus zwei Gründen: Während der rund einjährigen Bauzeit wird die Bank weiter an diesem Standort geführt werden, auf der anderen Seite sollen so auch die Anwohner und Unternehmer so wenig wie möglich gestört werden. «Es wird jedoch zu Lärm- und Staubemissionen kommen, da wir aber kaum abspitzen müssen, dürfte sich dies in einem sehr engen Rahmen halten.» Die Etappierung bot sich aber auch an, da man nicht hundertprozentig wissen kann, worauf man beim Rückbau der alten Fassade genau stossen wird. Weiter wird die GLKB grossen Wert darauf legen, dass so viel Arbeiten wie möglich an lokale Unternehmen vergeben werden können.