Kantonsspital will fit sein für die Zukunft

Steigende Krankenkassenprämien und Qualitätsfragen setzen die Spitäler unter Druck. Das Kantonsspital Glarus hat verschiedene Massnahmen eingeleitet und rüstet sich für die Zukunft.




Der Zentralisierungsdruck wirkt sich auf die Spitäler aus, so auch auf das Spital Glarus (KSGL). Grösser – gleich wirtschaftlicher gleich höhere Qualität – ist aber ein Irrtum und gefährdet die regionale Grundversorgung. Herausforderungen seien die Prozessoptimierung, die Senkung der Aufenthaltsdauer, eine Spezialisierung, soweit sinnvoll mit eigenen Spezialisten oder mit Kooperationen.

Gesundes Fundament

Thomas Kühnis, vom Departement Finanzen, Informatik, Betriebe, erläuterte an einer Medienorientierung den Masterplan «Fit für die Zukunft». Auf einem gesunden Fundament baue man zusammen für die Zukunft des Spitals. Herausforderung sind Kosten senken, Prozessoptimierung und Senkung der Aufenthaltsdauer. Eine Herausforderung sind auch die Digitalisierungsprojekte eHealth KIS. Das KSGL ist in einer guten Position als Gesundheitsversorger Nummer 1 im Kanton, erklärte Spitaldirektor Markus Hauser. Es muss unabhängiger und attraktiver Arbeitgeber bleiben und die Qualität des Leistungsangebots hochhalten. «Fit für die Zukunft» bezweckt auch, dass das KSGL langfristig erfolgreich bleibt. Das beinhaltet Optimierung der Auslastung und Abläufe auf der Bettenstation (=Lean Management), verbesserte Abläufe im ambulanten Bereich und im OPS sowie im stationären Bereich. Weniger Aufenthaltstage bringen tiefere Kosten und entsprechen dem Bedürfnis der Patienten. Optimierung im Prozessablauf bringen auch frühzeitige Voruntersuchungen, Verbesserung des Eintrittsmanagements und des Austrittsmanagements.

Lean-Management

Die Lean-Philosophie im Spital stellt den Patienten in den Mittelpunkt der Leistungserbringung und stimmt die Organisation aller Arbeitsabläufe auf ihn ab. Die Geschäftsleitung des KSGL hat beschlossen, das Lean-Management in der Pflege einzuführen.

Das KSGL darf seit 2012 auf eine erfreuliche Angebotsentwicklung zurückblicken. Es besteht eine bessere Versorgung durch höhere Verfügbarkeit. Zum Bespiel in der Neurochirurgie, Urologie oder Unfallchirurgie. Die Angebotsentwicklung seit 2012 beinhaltet auch Akutgeriatrie, Demenzabklärung, Palliative-Care, stationär und Netzwerk, Endokrinologisches, diabetologisches Ambulatorium sowie auch Neurologie mit neurologischer Praxis.