Kantorei Niederurnen: klein, aber fein!

Die Kantorei Niederurnen hat sich zum Ziel gesetzt, geistliche Kirchenmusik und weltliche Werke in sehr guter Qualität zu präsentieren. Am 14. September lädt sie zum Chorkonzert zum Bettag ein.




1943 wurde die heutige Kantorei als «Kirchenchor der evangelischen Kirchgemeinde Niederurnen» gegründet. Vorher erfreuten die sogenannten «Choralsänger» die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher mit geistlichen Liedern. Diese Sängergesellschaft war bis um 1900 nur mit Männern besetzt. «Jedoch gehörten diesem Chor damals schon fleissig Buben an, welche mit ihren Engelstimmen die höheren Stimmlagen übernahmen», heisst es auf der Homepage der Kantorei. Ab 1909 wurden dann auch Mädchen bis zum Alter von 16 Jahren aufgenommen.

Die Namensänderung in «Kantorei Niederurnen» erfolgte 1976. 14 Jahre später wurde der Chor aufgrund stark sinkender Mitgliederzahlen aufgelöst. Doch der damals neu gewählte Kirchenpräsident ermutigte ihm bekannte Sängerinnen und Sänger zu einem Neubeginn: Im August 1991 fanden sich 20 Frauen und Männer zu einer ersten Chorprobe unter der Leitung von Martin Hobi ein. Dieser wurde 1992 von Esther Hobi-Schwarb abgelöst. 1996 übernahm Thomas Rink die musikalische Leitung, seit 2008 hat sie David Kobelt aus Obstalden inne. Er arbeitet seit 1996 als Hauptorganist und Berufsmusiker für die Reformierte Kirchgemeinde Nieder- und Oberurnen, welcher die Kantorei angehört.

Aktuell zählt der Chor 30 Sängerinnen und Sänger. Sie stammen zu einem grossen Teil aus der näheren Umgebung.

Konzert zum Bettag


Der vierstimmig gemischte Chor hat sich zum Ziel gesetzt, geistliche und weltliche Werke in einer sehr guten Qualität zu präsentieren. Ein- bis zweimal jährlich lädt er zu einem Konzert ein – meistens in Begleitung von Solisten und Orchestern, was den Auftritten einen feierlichen Charakter verleiht. Aktuell wird «im Schlussspurt für das nächste Konzert geprobt»: Am Samstag, 14. September, wird um 20.00 Uhr in der reformierten Kirche Niederurnen die «Misatango» («Misa a Buenos Aires») von Martin Palmeri aufgeführt. Es handelt sich dabei um eine 1996 geschriebene Tangomesse. Die Kantorei wird von einem Streichorchester, einem Klavier und einem Bandoneon begleitet. Als Mezzosopranistin wurde Schoschana Kobelt verpflichtet, die Leitung obliegt David Kobelt.

Zum Jahresprogramm gehört auch die Mitgestaltung einzelner Gottesdienste. So umrahmt die Kantorei mit ihrem Gesang fünf bis sechs festliche Gottesdienste pro Jahr sowie das Angebot «Musik und Wort am Sonntagabend». Am 14. Dezember wird sie wieder beim Kerzenlichtkonzert in Glarus mitwirken, und am 19. Dezember lädt sie zum «Offenen Singen» in der Kirche Niederurnen ein.

Auch Gemeinschaft wird gepflegt

Präsident Andreas Gudenrath ist es ein Anliegen, dass in Niederurnen ein Chor besteht, der für alle, die gerne singen möchten, offen ist. Wichtig ist ihm auch die Gemeinsamkeit in den Proben, «das gemeinsame Erarbeiten der wunderschönen Werke». Und: «In unserem Chor wird nicht nur gesungen. Wir pflegen die Gemeinschaft und lassen es hin und wieder auch gerne gesellig werden», meint der Präsident.

Alle, die gerne einmal mitsingen möchten, sind herzlich dazu eingeladen. Man kann auch unverbindlich schnuppern. Geprobt wird jeden Donnerstag von 20.00 bis 22.00 Uhr im reformierten Pfarrhaussaal in der Rüti in Niederurnen. Willkommen sind auch Projektsängerinnen und -sänger, welche die Werke von bevorstehenden Konzerten bereits gesungen haben oder sich für diese interessieren.

Infos: www.kantorei-niederurnen.ch.

Präsident: Andreas Gudenrath, Espenstrasse 1, 8867 Niederurnen, Telefon 055 610 12 70.

Musikalische Leitung: David Kobelt, Brünneli, 8758 Obstalden, Telefon 055 614 15 40.