Kein militärischer Röstigraben zwischen Genfern und Glarnern

Mit einer feierlichen Standartenabgabe beendete das Genfer Mechanisierte Bataillon 17 den diesjährigen, drei- respektive vierwöchigen Wiederholungskurs im Glarnerland. Gleichzeitig verabschiedeten sich die mehrheitlich französisch sprechenden Truppenangehörigen von ihrem verdienten und beliebten Kommandanten Oberstlt i Gst Pierre-Olivier Moreau, welcher seinem Nachfolger Major i Gst Marc Zürcher in einer denkwürdigen Zeremonie auf dem Zaunplatz in Glarus eine schlagkräftige, bestens ausgebildete Truppe übergeben durfte.



Das Genfer Mechanisierte Bataillon 17, kurz Bat mec 17, beendigte den drei- respektive vierwöchigen WK im Glarnerland mit einer denkwürdigen Standartenabgabe auf dem geschichtsträchtigen Zaunplatz in Glarus. Nach dem gemeinsamen Singen der Schweizer Nationalhymne, intoniert von der Blaskapelle Glarnerland, wandte sich der abtretende Bataillonskommandant Oberstlt i Gst Pierre-Olivier Moreau an seine Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten. In einer gehaltvollen Abschiedsansprache erinnerte er diese daran, dass sie sich exakt auf jenem Platz befänden, wo alljährlich am ersten Maisonntag gelebte Demokratie zelebriert wird. Er bedankte sich bei seiner Truppe für den grossartigen, harten Einsatz während des WK 2019. Er sei stolz darauf, seinem Nachfolger Major i Gst Marc Zürcher eine schlagkräftige, bestens ausgebildete Truppe übergeben zu können. Ein grosses Dankeschön entrichtete Bataillonskommandant Moreau den Glarner Behörden für das zur Verfügung stellen einer Topinfrastruktur und die unbürokratische Abwicklung anstehender Probleme. Die Glarner Bevölkerung lobte er für ihre tolle Gastfreundschaft und Unterstützung während den vergangenen vier respektive drei Wochen. Anhaltender Applaus bestätigte die uneingeschränkte Wertschätzung des scheidenden Bataillonskommandant Oberstlt i Gst Pierre-Olivier Moreau. Der Höhepunkt der Veranstaltung war der Vorbeimarsch der Bataillonsstandarte vor der Truppe und die anschliessende feierliche Übergabe der Standarte vom scheidenden Bataillonskommandanten Moreau zu Brigadier Tüscher und von diesem zum neuen Kommandanten Major i Gst Marc Zürcher. Der beeindruckende, abschliessende Vorbeimarsch des Mechanisierten Bataillons 17 vor Brigadier Tüscher und Regierungsrat Dr. Andrea Bettiga sowie weiteren Vertretern kantonaler und militärischen Behörden liess den Stolz der Truppe, unser Vaterland jederzeit zu beschützen, nochmals erahnen.

Grosses Lob von Brigadier Tüscher für das Bat mec 17

Grosses Lob zollte Brigadier Mathias Tüscher, Kommandant der Mechanisierten Brigade 1, allen Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten des Mechanisierten Bataillons 17 für die hervorragenden Leistungen und den Einsatz während den vergangenen drei respektive vier Wochen. Sämtliche gesetzten Ziele wurden ausnahmslos erreicht. Nach vierjährigem Unterbruch auf dem Schiessplatz in Wichlen konzentrierte sich der diesjährige WK auf das Schiessen. «Das Bat mec 17 ist ein tolles Bataillon und ich bin stolz darauf, dieses zu kommandieren», bestätigte Brigadier Tüscher dem Berichterstatter. Fazit nach dem WK 2019 im Glarnerland: Vom viel erwähnten Röstigraben (zumindest was die Belange der Armee betrifft) kann keine Rede sein. Unsere welschen Freunde fühlten sich nämlich nach eigenen Aussagen im Glarnerland pudelwohl und Sprachbarrieren wurden in den meisten Fällen problemlos gemeistert. Und wenn trotzdem einmal etwas nicht rund lief, hatte man zur Verständigung ja noch zwei Hände und zwei Füsse, dazu und einen gesunden Menschenverstand, was bei den politischen Geplänkeln bei Abstimmungen zwischen der Westschweiz und der Deutschschweiz nicht immer der Fall ist. Deswegen auch der Name Röstigraben.

Das Mechanisierte Bataillon 17 hat Verteidigungsmissionen

Das Mechanisierte Bataillon 17 besteht aus einer Stabskompanie und sechs Kompanien und ist ein von der Comd Mec 1 eingesetztes Mittel, um vorrangig Verteidigungs-Missionen sicherzustellen. Es kann im Rahmen einer einsatzorientierten Unterweisung weitere Hilfseinsätze (Objektschutz, Infrastrukturschutz, Unterstützung der Zivilbehörden) durchführen. Die Belegschaft bietet Leistungen an, um die Führungsfähigkeit des Bataillons zu gewährleisten. Es bietet auch Sicherheit und Schutz für das Bataillonspersonal. Das Logistikunternehmen ist in der Lage, Bataillons-Unterstützung in den Bereichen Transport, Wartung, Betankung und Evakuierung sowie den Sanitätsdienst zu leisten. Zwei Panzereinheiten mit 28 Panzern bilden die Hauptmacht des Bataillons. Zwei Panzergrenadierunternehmen mit 28 Panzern CV90-Grenadieren können in städtischen oder überdachten Gebieten intervenieren.