Kein Pfropfä im Ghörgang

Am 31. März trafen sich Mitglieder von zwei im Kanton Glarus ansässigen Vereinen: vom «Ghörgang» und von den «Bergzügler» mit weiteren Interessierten zu «Brunch und Uustusch vo Projekt wiä Foodsharing und Plasikrecycling im Glarnerland» an der Christiansgasse in Glarus.




Geschärfte «pfropfenfreie» Gehörgänge waren ganz Ohr, als es darum ging, das umweltfreundliche Projekt «Foodsharing im Glarnerland» zu besprechen. Lakmali, Yannik und Pascal erklären dazu den Stand der Dinge, erörtern Fragen. Ihr Ziel ist bemerkenswert und klar: Lebensmittelrettung! Denn rund ein Drittel der produzierten Lebensmittel für die Schweiz geht während der kompletten Lebensmittelkette verloren. Dabei werden 45% der verschwendeten Lebensmittel zu Hause weggeworfen. Vor Ort soll dem entgegengewirkt werden. Auch im Volksgarten ist geplant dereinst einwandfreie Lebensmittel kostenfrei abzugeben an die interessierte Bevölkerung. Die abschliessende Frage «Wer hilft mit?» findet Gehör. Weitere brisante Themen werden angesprochen und diskutiert. Fragen zur Organspende, zum Haushaltsplastik-Recycling, zu kantonsinternen Anfragen betreffend Förderung kultureller Angebote, usw. bewegen engagierte Anwesende. «Wir wollen verantwortungsbewusst leben und handeln. Und wir wollen Glarner/-innen dazu einladen, sich mit uns auf diesen wertreichen Weg zu begeben. Wir wollen miteinander und voneinander lernen.»

Angesprochen auf die Bücherboxen im Volksgarten und auf dem Spielhof, welche lanciert wurden von Eva-Maria, der Mitbegründerin des Vereins, stellt sich die Frage: Was ist der «Ghörgang», und wer steckt dahinter? Hier die Antwort: 8 junge Glarner/-innen trafen sich und besprachen ihr gemeinsames Anliegen fürs Glarnerland. Einig waren sie sich in einem Punkt alle: Viel zu oft scheitern gute Ideen gerade an ihrer Umsetzung – dem soll entgegengewirkt werden. Und wo sprudelnde Köpfe, unterschiedlichste Fähigkeiten und tatkräftige Unterstützung zusammenkommen, lässt sich vieles in die Tat umsetzen. Schlussfrage nach 2 Jahren «Ghörgang»: «Wie reagiert die Glarner Bevölkerung auf euer Engagement?» «Sehr gut! Wir erhielten sehr viele positive Rückmeldungen und Unterstützung. Das freut uns mega, ist Ansporn!»
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