Kein Weltrekord aber viele zufriedene Gesichter

Am Samstag, 15. August 2026, traf sich eine grosse Gruppe motivierter und begeisterter Leute mit ihren Nasenflöten in der Stadtkirche Glarus. Alle Personen mit einer Nasenflöte, die Sierra Madre spielen können, waren zum Rekordversuch eingeladen.



Kein Weltrekord aber viele zufriedene Gesichter

Das weltweit grösste Nasenflötenensemble sollte es werden. 295 folgten dem Aufruf von TB Glarus 11 und spielten gemeinsam 5 Minuten «Sierra Madre». Begleitet wurden sie durch David Kobelt an der Orgel. «Ein Schweizer Rekord haben wir auf jeden Fall», meint der zufriedene Projektleiter Fritz Bolliger. Zum Weltrekord hat es aber deutlich nicht gereicht. Dafür wären 468 Nasenflötenspieler/-innen notwendig gewesen. Nichtsdestotrotz herrschte in der Kirche eine emotionale Stimmung und die anwesenden Spieler/-innen und die zahlreichen Kibizze verliessen die Kirche mit einem Strahlen und Lächeln im Gesicht in Richtung Chilbi und Festzelt von TB Glarus 11 auf dem Zaunplatz.

Flötentöne bereits am Freitag

Dass die zehnte Auflage des Festzeltes auf dem Zaunplatz von TB Glarus 11 an der Glarner Chilbi etwas Besonderes werden könnte, wurde bereits nach dem Start am Freitagabend hörbar. Viele Besucher/-innen fanden sich auf dem Festgelände ein. Und immer wieder waren ungewohnte Töne und Melodien zu hören. Diese kamen aus den grünen Nasenflöten. So wurde probiert, geübt bis weit nach Mitternacht. Einige Besucher/-innen konnten noch ermuntert werden, am Weltrekordversuch vom Samstag, um 13.30 Uhr in der Stadtkirche teilzunehmen.

Munteres Treiben in der Stadtkirche

Am Samstagmittag war es so weit. Die Nasenflötenspieler/-innen wurden beim Eingang in die Kirche mit einem Bändel versorgt. Damit konnte die Anzahl Personen ermittelt werden. Dieser Bändel war aber auch der Schlüssel, um nach dem Event ein verdientes Dankeschön seitens von TB Glarus 11 im Festzelt in Form eines Getränks einzulösen.

Pünktlich um 14.00 Uhr eröffnete der Projektleiter Fritz Bolliger den spektakulären Event. Nach zwei kleinen Vorproben zur Einstimmung ging es mit den 5 Minuten «Sierra Madre» ans Eingemachte. Grosser Jubel brandete in der Kirche auf, als die letzten Töne verklangen. Der erste Teil des Rekordes war geschafft. Dann verkündete Bolliger, dass ein Schweizerrekord geschafft wurde. Er musste auch mitteilen, dass es für den Weltrekord nicht reichte. Dies tat aber der Stimmung keinen Abbruch. Für die Teilnehmer/-innen standen der Spass und die Freude im Vordergrund. Zum Andenken an die unvergessliche Aktion mit den Nasenflöten überreichte Vizegemeindepräsidentin Frau Andrea Trummer im Namen des Projektteams NFP26 und allen Teilnehmer/-innen der Präsidentin von TB Glarus 11 Ramona Bolliger eine gläserne Trophäe.

Zur Überraschung der Flötistinnen und Flötisten wurde zum Schluss noch der «Topfavorit» aus 10 Jahren Festzelt, «Griechischer Wein», angestimmt. Es war erstaunlich, wie gut die Flötenspieler/-innen ohne Übung der Melodie und dem Orgelspiel von David Kobelt folgen konnten. «Hier liegt ein Geheimnis der Nasenflöte», so Projektleiter Bolliger.

Nach Abschluss des Rekordversuches trafen sich die gut gelaunten «Nasenflöteler» im Festzelt und beglückwünschten sich gegenseitig zum Schweizerrekord.

Wie gewohnt herrschte im gut besuchten Festzelt von TB Glarus 11 über das ganze Wochenende eine ausgelassene Stimmung. Das Team der Festwirtin Lisbeth Bolliger empfing die Gäste auf die gewohnte freundliche und einladende Art. Die Pastas mit drei selbstgemachten Saucen, eine grosse Auswahl feiner Getränke und leckeren Backwaren fanden bei den Besucher/-innen grossen Anklang.

Hohes Medieninteresse

Das Nasenflötenprojekt von TB Glarus 11 erhielt ein erstaunliches Medienecho. So begleitete die Somedia mit Print und Online-Zeitung das Projekt über längere Zeit. Auch das Radio und Fernsehen der Somedia informierten im Vorfeld über den Event.

Tele Zürich und Tele 1 besuchten den Anlass und berichteten gleichentags in ihren Sendungen. Auch national wurde z. B. bei 20 Minuten geschrieben und kommentiert.

Ein Andenken online

Das Projektteam hat zur Erinnerung an das unvergessliche Spektakel in Glarus eine Videoaufnahme in Auftrag gegeben. Diese wird auf www.tbglarus11.ch und Youtoube zugänglich gemacht.