Keine neuen Stiftungen ins Leben rufen

Die Projektleitung von Glarus Süd äussert sich klar gegen die Errichtung neuer Stiftungen. Zu einem Informationsanlass wird die Bevölkerung am 29. Oktober geladen.



Glarus Süd. – Neue Stiftungen für Alpen, Heime oder andere Zwecke sollen zum jetzigen Zeitpunkt keine gegründet werden. Ausgangspunkt für diesen von der Projektleitung gefällten Grundsatzentscheid bildete eine Anfrage aus Sool betreffend Abklärungen für die Errichtung einer Stiftung Alp Fessis. Die Diskussion hierzu ergab einstimmig, dass derartige Einzellösungen vor 2011 wenig Sinn machen, sondern die ganzheitlichen Modelle der neuen Grossgemeinde abzuwarten seien. Allfällige Ängste, die genannte Alp in Glarus Süd könne als eine von mehreren Dutzend untergehen, seien unbegründet, so die Projektleitung. Zuhanden des Lenkungsausschusses beschloss sie deshalb, der in Sool gestellte Antrag für eine Stiftung Alp Fessis solle nicht weiterverfolgt werden.

Völlig unbestritten war hingegen, dass die Sanierung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im Dorfteil Untersool für zirka eine halbe Million Franken an die Hand genommen werden müsse. Hier empfahl die Projektleitung zuhanden des Lenkungsauschusses von Glarus Süd Zustimmung.

Ja zur Sporthalle Linthal

Bei der Planungskommission für den Neubau der Sporthalle Linthal gingen über 80 Wettbewerbsbeiträge ein. Ein Favorit sei daraus gekürt worden, orientierte Ferenc Domokos kurz über das Siegerprojekt. Da über den Baukredit bereits an der Herbstgemeinde abgestimmt werden muss, legte die Kommission auch dieses mitteilungsbedürftige Gemeindegeschäft der Projektleitung vor. Letztere empfahl hier zuhanden des Lenkungsausschusses einstimmig, die Gewährung eines Baukredites über – erst geschätzte – 4,5 Millionen Franken zu gewähren. Die Sporthalle liege im Gesamtinteresse von Glarus Süd. Eine künftig breite Nutzung sei erwünscht, so die Projektleitung.

Sanierung Schulhaus Linthal verschieben

Der Schulrat Linthal möchte in die Sanierung des Primarschulhauses Linthal einen Betrag von zirka 1,4 Millionen Franken investieren. Das Flachdach rinne, was die Gebäudesubstanz massiv schädige. Bei den Fenstern sollen undichte Stellen für Energieverluste sorgen. Nach längerer Diskussion befand die Projektleitung zuhanden des Lenkungsausschusses, die aufwändige, sehr lange hinausgeschobene Sanierung könne nun auch noch ein Jahr warten, bis in Glarus Süd über die künftigen Schulzentren entschieden sei. Dieser Entscheid werde bis dann laut Martin Schaub stehen. Das von der Projektleitung bereits in Auftrag gegebene Architektengutachten könne über den dringlichsten Reparaturbedarf Auskunft geben.

Informationsabend Ende Oktober

Verschiedene Arbeitsgruppen von Glarus Süd tagten im letzten Monat erstmals.

Die AG Schulwesen konnte bereits ein Etappenziel erreichen. Die Ist-Analyse über Schülerzahlen, Lehrpersonen und Infrastrukturen wurde abgeschlossen. Schon bald soll die Diskussion über die künftigen Schulstandorte in die Breite getragen werden, so der zuständige Martin Staub.

Eine gute Gelegenheit, sich ein Bild über den Verlauf und Stand des Projektes Glarus Süd zu machen, bietet sich der Bevölkerung am Montag, 29. Oktober, im Gemeindezentrum Schwanden. Der Anlass erlaubt jedem, sich auch noch vor der ausserordentlichen Landsgemeinde näher zu informieren. (mitg.)