Keine zweite Kirchturmuhr – aber vielleicht eine Fusion

Ist dieses Glas halb leer oder halb voll? Mit dieser Frage eröffnete Walter Schaub (Kirchenratspräsident) die Kirchgemeindeversammlung im Pfarrsaal Obstalden. Wie man auch negative Dinge in ein positives Licht rücken kann, erklärte er zum Beispiel, als er für die hohe Stromrechnung unserer Kirche dankte. Denn das zeige, dass die Kirche benützt und als warme Heimat geschätzt werde.



Danach übergab er das Wort an Ernst Hangartner. Dieser erläuterte allen Interessierten den Budgetplan für 2015. In diesem wird mit einem Verlust von zirka 9000 Franken gerechnet. Da es aber um die Finanzen in unserer Kirchgemeinde ganz gut steht, ist dieser zu verschmerzen. Dem Budget sowie dem empfohlenen Steuerfuss für 2015, der wie bisher auf 9% bleibt, wurde einstimmig zugestimmt.

Weiter wurde der behördliche Entscheid zur bereits im Sommer beschlossenen zweiten Kirchturmuhr auf der Nordseite bekannt gegeben. Leider kam von der Kantonalen und der Eidgen. Denkmalpflege eine klare Absage zu diesem Vorhaben. Nach der Aussage der kantonalen Behörde: «Da gilt die Basisdemokratie nicht!», erscheint eine Einsprache gegen den Entscheid aussichtslos. So hat der Kirchenrat beschlossen, dieses von einer Stimmbürgerin beantragte Vorhaben aufzugeben.

Kurz berichtet wurde auch von der Teilrenovation des Pfarrhaussaals. Die Arbeiten konnten Ende der Sommerferien plangemäss beendet werden. Mit Fr. 44 250.50 haben wir knapp unter dem bewilligten Betrag von 45 000 Franken abgeschlossen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an H.-P. Richi; er hat die ganze Bauphase geleitet, koordiniert und kontrolliert.

Angesprochen und diskutiert wurde die Anfrage der Kirchgemeinde Mühlehorn nach Fusionsgesprächen. Der Mühlehorner Kirchenrat hat leider nur noch ein einziges Mitglied für die neue Amtsperiode. Der Kirchenrat Obstalden-Filzbach wird im Januar mittels «Kästlibeschluss» die Einwilligung zu Fusionsgesprächen bei den Stimmbürgern einholen.

Beim Punkt Personelles wurde noch einmal Claudia Würmli, die neue Sigristin und Nachfolgerin von Doris Ackermann, vorgestellt. Auch die neue Zusammensetzung des Kirchenrats wurde verlesen; genaue Angaben dazu auf www.kirchenglarus.ch. Mit herzlichem Dank an alle Bediensteten und spontanen Mitarbeiter/-innen würdigte der Präsident die Arbeit im vergangenen Jahr.

Ein kurzer Blick ins Angebot zeigt da und dort Neues: Seit November findet das ElKi-Znüni im Pfarrsaal Obstalden statt. Hier treffen sich jeden Donnerstag von 08.30 – 10.30 Uhr Eltern mit Kleinkindern zum gemeinsamen Znüni, Spielen, Basteln und Austauschen. Ein erster kleiner Erfolg im Projekt «Glarner Generationenkirche» war sicher die «Chrabbelwienacht», bei der zirka 25 Kinder und ihre Angehörigen gebannt der Weihnachtsgeschichte mit Maus Ella und Fuchs Frisbi lauschten. Hier ein grosses Dankeschön an Pfarrer Ulrich Knoepfel, der sie so spannend erzählt hat. Und so starten wir in ein neues Jahr, freuen uns auf gemeinsame Gottesdienste und Feste.