Der Kantonale Verband familienergänzende Kinderbetreuung Glarus, vfk, lud Ende März zur ersten Mitgliederversammlung ein.
Die angeschlossenen Institutionen vom vfk wünschten ein Angebot für die Betreuung der Kinder während der Ferienzeit. Der vfk vom 2. Juli bis 13. Juli ein solches für Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren. Flyers zu diesem Angebot können ab 23. April bei allen Krippen, Horten oder beim vfk bezogen werden.
Tagesschule ab 2008 in Linthal?
Von der Schulgemeinde Linthal war zu erfahren, dass zurzeit durchschnittlich bis zu 60 Kinder pro Woche während den betreuten Auffanglektionen betreut werden. Eine Umfrage brachte die Erkenntnis, eine Tagesschule zu gründen. Im Mai wird es eine Infoveranstaltung geben bevor im Juni das ausgeschaffene Projekt vor die Gemeindeversammlung kommt. Der Start ist im Februar 2008 geplant.
Eine personelle Änderung hatte der vfk bekannt zu geben. Aus privaten Gründen hat Melanie Kistler-Landolt per Ende Januar ihr Pensum bei der Geschäftsstelle aufgegeben. Ihre Nachfolge tritt mit Sabine Jacober-Bachmann eine fachlich kompetente wie persönlich engagierte Kindergärtnerin an. Wiederholter Dank wurde an die Gemeinnützige Gesellschaft Glarus (GGG) für ihre finanzielle Unterstützung gerichtet.
Bildung und Sozialpolitik
Die definitive interkantonale Vereinbarung im Bildungswesen (HarmoS) wird im Herbst 2007 erscheinen und eine Anpassung der kantonalen Gesetze zur Folge haben. Die Kinderbetreuungsangebote im Kanton könnten durch diese Veränderungen ebenfalls betroffen sein.
Im Rahmen der Gemeindestrukturreform wurde die Aufgabenentflechtung zwischen Kanton und Gemeinden u. a. im Volksschulwesen und der Kinderbetreuung geprüft. Als Grundlage für solche Entscheide gilt „wer den Nutzen hat, soll die Finanzierung tragen“ (fiskalische Äquivalenz). Die zuständige Projektgruppe empfahl deshalb, die familienergänzenden Kinderbetreuungsangebote weiterhin als Verbundaufgabe zwischen Kanton und Gemeinden zu belassen.
Einsparung von Sozialkosten
Der präventive Nutzen der familienergänzenden Kinderbetreuung beispielsweise durch sprachliche und kulturelle Integration ist unbestritten und kann künftig dem Kanton erhebliche Einsparungen von Sozialkosten bringen. Die zusätzliche Standortattraktivität bringt Steuermehreinnahmen, von welchen mehrheitlich der Kanton profitiert. Den Gemeinden dient eine gute Betreuungsstruktur ebenfalls als Standortplus. Gute Sozialisierung in Betreuungsstätten bringt Erleichterungen für die ganze Schulkarriere. Neben den Beiträgen von Eltern, Gemeinden und Sponsoren sind die Betriebe auf die festen Beiträge des Kantons angewiesen.
Ein fester Bestandteil
Auch der vfk sieht das familienergänzende Kinderbetreuungsangebot weiterhin als Verbundaufgabe zwischen Kanton (Bestimmungen, finanzielle Beteiligung) und den Gemeinden (Betriebsführung, Mitfinanzierung). Sie soll ein fester Bestandteil der kantonalen und örtlichen Infrastruktur sein. Der vfk ist überzeugt, dass unter dem Aspekt verschiedener fördernder Funktionen Krippen, Horte, Tagesschulen ein selbstverständlicher Teil eines umfassenden Bildungsangebots sowie des sozialen Auffangnetzes sind.
Kontakt: Kantonaler Verband familienergänzende Kinderbetreuung Glarus Renata Grassi Slongo Espenstrasse 9 8867 Niederurnen, [email protected]
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