Kirche Ennenda – erster Anlass zum 250-jährigen Bestehen

Über drei Tage hinweg erstreckten sich die verschiedenen Anlässe zum 250-jährigen Bestehen der Kirche. Begonnen wurde am vergangenen Freitagabend mit viel Musik, Besinnlichem, mit Rückblick und Ausblick auf Tatsachen, die weit zurückliegen und immer noch Erstaunen auslösen. Pfarrerin Iris Lustenberger bettete dies in ihre weit fassende Predigt ein. Der Kirchenchor Ennenda, der Cäcilienchor Netstal und ein Jazzquartett gestalteten unter Leitung von Hermann Mathis die von Martin Völlinger geschriebene Jazzmesse aus. Zum Verweilen am offenen Feuer waren alle eingeladen, die der Kälte zu widerstehen und einen Gedankenaustausch zu schätzen wussten.



erster Anlass zum zweihundertfünfzigjährigen Bestehen (Bilder: peter meier)
erster Anlass zum zweihundertfünfzigjährigen Bestehen (Bilder: peter meier)

Es war echt erstaunlich, was Ennendaner vor den besagten 250 Jahren realisierten. Es vergingen lediglich neun Monate, bis die Kirche – heute noch weitherum sichtbarer, gepflegter Zeitzeuge – aufgerichtet war und benützt werden konnte. So entfielen die Gottesdienstbesuche in Glarus. Man pflegte die Eigenständigkeit und war auf das Realisierte zu Recht stolz.
Heute noch haben kirchliche Eckwerte wie Geborgenheit, Raum für Stille, Verbundenheit, Auseinandersetzen mit viele Botschaften, Musik, Verweilen und Besinnliches Gültigkeit.
Darauf wies Gemeindepfarrerin Iris Lustenberger mit ihrem Grusswort an viele Gäste, an die umsichtig Organisierenden, die Chöre und das Jazzquartett mit Dominik Berchten, Hansueli Bühler, Stefan Mächler und Dan Steffen, das gewohnt umsichtig tätige Sigristenpaar (Mona Wülser, Markus Bissig) und die Gottesdienstbesuchenden hin.
Die Chöre wussten sich vom Jazzquartett bestens begleitet, schwungvoll, einfühlend, mit Rasse und grosser innerer Kraft. Die gesungenen Botschaften klangen mit beeindruckender Differenziertheit auf, einfühlend, beseelt, mächtig, dann wieder beinahe verhalten. Man spürte das sorgsame, wohl fordernde Einüben, dessen Umsetzen gar überzeugend gelang.

Im Verlaufe dieses Begegnens äusserten sich verschiedene Beteiligte und Gäste, wie Kirchenratspräsident Io Oertli, Kirchenrätin Susanne Abesser, Hans Thomann, Pfarrer Peter Hofmann mit Bibeltexten und persönlichen Gedanken. Einiges stand in Zusammenhang mit Baugeschichtlichem, anderes mit Begegnungen, alles ins Festmotto «Mir mitänand» eingebunden.

Damals wie heute haben Gleichartiges Gültigkeit, dies gilt es zu pflegen und zu leben. Mit der Predigt und den weiteren Botschaften wurde dies ausgedeutscht. Kirche ist auch Gesellschaft, ist Ort des Einladens, Verharrens, bietet Stille und Raum für ganz Persönliches, Gedankenaustausch, Musik, Erleben und Mitgestalten.

Die erlebte und gelebte Vielschichtigkeit wurde mit diesem ersten von zahlreichen, ganz verschiedenen Aktivitäten in erfüllender Art aufgezeigt.
Weitergehen wird es mit viel Musik, Platzkonzert, Festbankett, Jodel, Handwerkermarkt, Aufwartung von Chören in der Kirche und anderem.