Kirchgemeindeversammlung Kerenzen 2019

Im Anschluss an den Reformationsgottesdienst, gestaltet von Pfarrerin Annemarie Pfiffner, dem Kirchenchor Freienbach unter der Leitung von Susanne Brenner Scheiwiller und begleitet von Organist Marc Römer, tagte die Kirchgemeinde Kerenzen wieder einmal in der Kirche Obstalden.




Präsident Walter Schaub durfte an seiner letzten Versammlung eine stattliche Zahl Kirchbürgerinnen und Kirchbürger begrüssen.

Rechnungen, Budget und Steuerfuss

Kirchenkreisverwalterin Elisabeth Schuler erläuterte die Rechnung 2018, die mit einem Rückschlag von 62 760 Franken abschliesst und gut 50 '000 Franken höher ausgefallen ist als im Vorjahr. Auch das Budget 2020 rechnet mit einem Verlust von 62 950 Franken. Rechnung und Budget wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt. Auf die Frage von Kantonalkirchenpräsident Pfarrer Ulrich Knoepfel, was der Kirchenrat angesichts der Defizite bei den Rechnungen und der Budgets gedenke zu tun, erwiderte Elisabeth Schuler, dass der Rat im Rahmen des Finanzplanes für die nächsten Jahre sicher Gespräche führen müsse. Zur Kenntnis genommen wurde die Rechnung 2018 mit einem Aufwand von 881 419 Franken und einem Kostenanteil für Kerenzen von 140 515 Franken und das Budget 2020 mit einem Aufwand von 919 600 Franken des Kirchenkreises Glarus Nord. Der Steuerfuss beträgt weiterhin 8 Prozent auf die einfache Staatsteuer.

Wahlen und Verabschiedungen

Walter Schaub hat auf Ende Jahr seinen Rücktritt als Präsident eingereicht. Nach gesamt langen 25 Jahren, davon 22 Jahre als Präsident in zwei Etappen, ist er froh, sein Amt in andere Hände zu geben. Vizepräsident David Kobelt dankt Walter Schaub im Namen der ganzen Bevölkerung für sein grosses Wirken für die Kirche. Verschiedene Orden für seine Arbeit übereichten ihm seine Ratskolleginnen und Kollegen. Weiter verabschieden sich Marianne Kamm-Menzi nach fünfeinhalb und Hans-Peter Richi nach sechseinhalb Jahren aus dem Rat. Beide waren eine grosse Stütze und setzten ihre Arbeit vielfältig für das Wohl der Kirchgemeinde ein.

Leider stellte sich niemand für das Präsidium zur Wahl, daher wird Vizepräsident David Kobelt, die Ratsarbeit zukünftig leiten. Neu in den Rat gewählt wurde Ernst Dürst, Obstalden. Er übernimmt gleichzeitig auch die Arbeit des Verwalters und wird Bindeglied zwischen der Kirchgemeinde und der Kreisverwaltung. Als Nachfolgerin von Marianne Kamm als Synodale wird Bettina Calonder gewählt. Delegierte im Kirchenkreis wird Regina Weber und Claudia Dürst ihre Stellvertreterin.

Mitteilungen

An einer Retraite hat sich der Rat von Pfarrerin Annemarie Pfiffner über das «begleitete Sterben» und die verschiedenen Sterbehilfeorganisationen informieren lassen. Weiter gefestigt werden die Jahresziele, wie die Freiwilligenarbeit, der Besuchsdienst und die Arbeit mit den Kleinsten, wie das ElKi-Singen. An der «Chirezer Chilbi» wurde fleissig für die die Renovation der Kirche Mühlehorn gesammelt. Mit dem Betreiben der Kaffeestube zusammen mit den Landfrauen und den drei speziellen Ständen wurden 1357 Franken erwirtschaftet. Weitere Spenden sind schon einbezahlt und wurden noch versprochen. Neun erwachsene Personen sind aus der Kirchgemeinde ausgetreten. Jutta Schenk wurde vom Kirchenkreis als neue Pfarrerin für Bilten-Schänis gewählt. Sie wird ihr Amt im Frühling antreten und zusammen mit Pfarrerin Annemarie Pfiffner und Pfarrerin Christina Brüll auch auf dem Kerenzerberg wirken.

Baufragen:
Freude macht das von der Gemeinde Glarus Nord neugestaltete Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Mühlehorn. Der Garten beim Pfarrhaus Obstalden ist weitgehend wieder in Ordnung. Es fehlt noch ein Treppengeländer und die Reparatur des Zaunes. Auf dem Friedhof Obstalden wird entlang der Kirche ein Plattenweg gelegt, damit ein hindernisfreier Zugang zur Kirche entsteht. Weiter benötigt die Kirche Obstalden in nächster Zeit innen und aussen eine Auffrischung. Noch nicht erledigt werden konnte das Postulat «öffentliches WC» bei der Kirche Mühlehorn. Die Gemeinde Glarus Nord ist sich bewusst, dass die öffentlichen WCs in allen Dörfern ein Problem sind. Mühlehorn wird aber nicht privilegiert behandelt und die Gemeinde will zuerst ein Konzept erarbeiten.

Die Arbeiten der Stuckateure in der Kirche Mühlehorn sollten bis Ende November abgeschlossen sein und nach einer Trocknungsphase werden die Maler die Arbeit aufnehmen. Freigelegt wurde über der Orgel einen Teil von einer Wandinschrift und zum Vorschein kam ein hohler Balken, der vom Turm zur Empore führt. Welcher Zweck dieser erfüllte ist nicht ganz klar. Wiedereröffnet wird die Kirche am 26. April 2020.

Dank:
Zum Schluss der Versammlung dankte Walter Schaub den Ratsmitgliedern, Pfarrerin Annemarie Pfiffner und ihrem Mann Markus, Organistin Susanne Brenner Scheiwiller, den Sigristinnen Susanne Küng und Verena Guler für die grosse Mitarbeit und vielen, vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die sich immer wieder für und in der Kirche engagieren und mitarbeiten.