Klares Nein zur Waffeninitiative

Die Waffeninitiative fand bei den Glarner Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern keine Gnade und wurde mit knapp 70 Prozent deutlich abgelehnt. Gesamtschweizerich wurde die Initiative mit 57 Prozent ebenfalls deutlich abgelehnt. Die Initiative scheiterte auch am Ständemehr. Somit dürfen Soldaten und Offiziere ihre Ordonnanzwaffen weiterhin nach Hause mitnehmen.



Das Sturmgewehr bleibt im Schrank: Die Schweiz lehnt die Waffeninitiative deutlich ab. (Bild: jhuber)
Das Sturmgewehr bleibt im Schrank: Die Schweiz lehnt die Waffeninitiative deutlich ab. (Bild: jhuber)

Bereits im Vorfeld dieser Abstimmung zeigte sich, dass die Initiative bei den Glarner Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern auf Ablehnung stiess. Dies im Gegensatz zu ersten Meinungsumfragen, welche in der gesamten Schweiz durchgeführt wurden. Doch je näher das Abstimmungswochenende kam, umso mehr gewannen die Gegner der Initiative bei der Prognose. Mehrheitlich war die Meinung zu vernehmen, dass die Initiative wenn, dann am Ständemehr scheitern könne. In der Glarner Presse wurden die unterschiedlichsten Meinungen in vielen Leserbriefen kundgetan, wobei auch hier die Gegner der Initiative in der Überzahl waren.

Deutliches Nein im Glarnerland

Erstmals wurde eine Abstimmung im Rahmen der Gemeindestrukturreform durchgeführt. Das bedeutet, dass nur noch die Resultate von Glarus Nord, Glarus und Glarus Süd bekannt gegeben werden. Dies im Gegensatz zu früher, wo die Resultate jedes Dorfes zu erfahren waren und so ein detaillierteres Ergebnis vermittelten. Auch bei nur drei Gemeinden ist doch ein recht grosses Gefälle bei den Nein-Stimmen zu vermerken. Am deutlichsten lehnte Glarus Süd mit 75,7 Prozent die Initiative ab. Gefolgt von Glarus Nord mit 71,3 Prozent, während der Nein-Anteil in Glarus mit 62,2 Prozent doch deutlich unter der Marke von 70 Prozent lag. Die Stimmbeteiligung lag an diesem Wochenende bei 41,7 Prozent, wobei gesamtschweizerisch mit einer Stimmbeteiligung gegen 48 Prozent gerechnet wird.