Klausenrennen 2013 – Start mit einem Knall

Der Mythos Klausenrennen hat von seiner Ausstrahlung bis heute noch keine Einbusse erlitten. Beweis dafür war heute der riesige Besucheraufmarsch bei der Oldtimer-Wagenabnahme auf dem Zaunplatz in Glarus. Neben den Boliden und alten Motorrädern waren Neugierige und Interessierte in einer Zahl wie bei einer Landsgemeinde anzutreffen.




Es war noch nicht einmal sieben Uhr, als die Anwohner beim Landsgemeindeplatz am Freitag durch laute Motorengeräusche geweckt wurden. Bereits zu dieser frühen Morgenstunde fanden sich die ersten Oldtimer in Glarus ein. Um am Klausenrennen vom kommenden Wochenende teilnehmen zu können, wurde das Fahrzeug nach genau festgelegten Reglementbestimmungen kontrolliert, bevor der Fahrer die Berechtigung erhielt, am Klausenrennen 2013 teilnehmen zu können. Für viele Besucher eine interessante Zeremonie, wobei dabei bei ihnen immer wieder die Frage auftrat: Was sind denn eigentlich die Kriterien, nach denen kontrolliert wurde?

250 Fahrzeuge und über 500 Helfer

Glarus wurde an diesem Freitag zum eigentlichen Mekka der Oldtimer, und der Sound der Fahrzeuge hallte durch die Strassen der kleinsten Hauptstadt der Schweiz. Für einmal nicht als störender Lärm empfunden, sondern als eine wesentliche Bereicherung. Im Laufe des Tages füllte sich der Landsgemeindeplatz und als Landammann Andrea Bettiga mit einem Kanonenschuss das Klausenrennen 2013 offiziell eröffnete, war allen Anwesenden klar: Das wird ein tolles Ereignis, das weit über die Kantonsgrenze hinaus ausstrahlen wird. «Ich bin von diesem riesigen Interesse überwältigt und freue mich auf die kommenden zwei Tage. Einmal mehr beweist dies, dass wenn man von etwas fest überzeugt ist, es auch gelingen kann.» Fritz Trümpi, OK-Präsident und Initiant dieses Klausenrennens betont bei seiner kurzen Ansprache auch, dass ohne den Einsatz von über 500 Helferinnen und Helfern ein Anlass dieses Ausmasses nicht möglich wäre.

Fahrzeug-Konvoi nach Linthal

Nach der Fahrzeugabnahme und der anschliessenden «Modeschau» auf dem Landgemeindeplatz warteten die vielen Fahrzeuge auf die Freigabe zur Fahrt nach Linthal, dem eigentlichen Startort des Rennens. Wie Klassepferde vor dem Start zu einem wichtigen Rennen, warteten die Fahrer und ihre Oldtimer auf das Startzeichen zur Fahrt durch Glarus nach Linthal. Und dann kamen sie! Mit dröhnenden Motoren fuhren sie, vorbei an den vielen begeistert applaudierenden Zuschauern, in Richtung Linthal. Es war ein tolles Spektakel und wird sicher an den kommenden zwei Tagen mit dem eigentlichen Rennen auf den Klausen seine Fortsetzung finden. Der Kanton Glarus wird einmal mehr für einige Tage Gesprächsstoff in der gesamten Schweiz sein.