Klein, aber fein!

Nein, damit ist nicht der «Menzi» gemeint, welcher kaum lanciert, zum Kultgetränk des Abends avancierte. Es ist die Rede vom Chlauseinzug und dem dazugehörenden Weihnachtsmarkt in Oberurnen.



Mit wunderschön geschnitzten Räbäliächtli, grossen Laternen oder auch herzigen Igelleuchten marschierten die Kinder hinter den Einschellnern durchs verdunkelte Dorf zur Weid. Dort trafen sie auf den Samichlaus, der vom Wald ins Dorf kam. Begleitet wurde er von seinen «Bodyguards», den Schmutzlis. Vor der Kirche benutzten sie dann die Gelegenheit, ihm die mühsam auswendig gelernten Verse aufzusagen. Das gemeinsam gesungene Lied, einmal mehr begleitet von Kurt Zwicky auf der Handorgel, markierte den Schlusspunkt vom Chlauseinzug.

Die zahlreich anwesenden Besucherinnen und Besucher des kleinsten Weihnachtsmarktes der Ostschweiz nutzten die Gelegenheit, sich an den zahlreichen Ständen mit Weihnachtsgeschenken einzudecken. Für den kleinen Hunger standen verschiedenste Marktstände zur Verfügung; ob Käseschnitten, frischgebackene Brezeli, eine fachmännisch gegrillte Wurst, Älplermagronen oder eine feine Suppe, die Auswahl konnte sich sehen lassen. Am Feuer des Skiclubs konnte man die Hände aufwärmen und miteinander über Gott und die Welt plaudern oder einfach nur die Atmosphäre geniessen.

Über all diesem Marktgeschehen schwebten die weihnachtlichen Melodien der Weihnachtstruppe der Musikgesellschaft Oberurnen, die mit ihrem Spiel ein Hauch von Advents- und Weihnachtsstimmung über den ganzen Anlass zauberte.

Organisiert wurde dieser traditionelle Anlass in Oberurnen vom Verkehrsverein unter der Leitung von Andreas Reichlin.