Glarner Sportgala – wie weiter?

Ruedi Etter und Walter Müller wurden an der Delegiertenversammlung des Glarner Dachverbandes für Sport (sportglarnerland.ch) für ihr langjähriges Engagement geehrt. Ein Fragezeichen steht leider hinter der Zukunft der Glarner Sportgala.




Auch die 6. Delegiertenversammlung (Sportparlament) von sportglarnerland.ch wurde im Landratssaal durchgeführt. «Unser Verband bleibt dynamisch und wurde gegründet, um dem Sport eine gemeinsame Stimme zu geben», betonte Präsident Christian Büttiker zu Beginn der Versammlung.

Zwei Sportförderer geehrt

«Die Passion von Walter Müller ist der Volleyballsport», erklärte Kurt Meier in seiner Laudatio. Wie er weiter ausführte trat der Geehrte im Juni 1982 in die Vereinsleitung beim früheren MTV Näfels ein und gehört ihr auch heute noch an. In den vielen Jahren hat Müller den Verein mitgeprägt und zu seiner Aktivzeit trug die Mannschaft eindeutig seine Handschrift. «Es wäre sogar durchaus denkbar, dass aufgrund seiner Verdienste für den Volleyballsport einmal eine Turnhalle nach seinem Namen genannt wird», erklärte Meier am Schluss seiner Laudation scherzhaft.

«Für den Glarner Sport ist Ruedi Etter ein wahrer Glücksfall und ein wichtiger Sportförderer», betonte Fritz Bolliger in seiner Laudatio und bezog dabei auch die Ehefrau des Geehrten, Marlies, mit ein. Bolliger erwähnte, dass Ruedi ein Supersportler war, von 1972 bis 2002 Leiter des Sportamtes, er wirkte in unzähligen OKs mit und schrieb zahllose Medienberichte. «Er hatte massgebenden Anteil am Bau der 400-m-Bahn im Buchholz, der Kunsteisbahn und der Überdachung derselben.» Er war aber auch als aktiver Sportler sehr erfolgreich und nahm an der Biathlon-WM 1966 teil.

Knackpunkt Glarner Sportgala

«Mit der Glarner Sportgala haben wir einen tollen, beliebten, aber auch teuren Anlass ins Leben gerufen, der am kommenden Freitag, 3. Mai, wiederum in der lintharena durchgeführt wird.» Wie Büttiker weiter ausführte, sei dieser sehr beliebte Anlass aber leider defizitär und habe dazu geführt, dass die Jahresrechnung mit einem Minus abschliesse. Um die Sportgala aber auch in Zukunft weiter durchführen zu können, sind zwei Szenarios denkbar. Wir suchen einen oder mehrere Sponsoren für einen Gesamtbetrag von 15 000 bis 20 000 Franken pro Anlass. Die Suche, so Büttiker, gestalte sich schwierig, da der Dachverband die Sportvereine und -verbände nicht konkurrieren möchte. «Wir erhalten bisher aus der Stiftung der GLKB «für ein starkes Glarnerland» für die nächsten drei Jahre einen Beitrag von 5000 Franken und vom Kanton ein Defizitbeitrag von 7000 Franken», erklärte Marco Bücken die momentane Situation. Wie er weiter ausführt, könne man sich ein jährliches Defizit von rund 5000 Franken nicht leisten. «Wir prüfen nun eingehend die Durchführung in einem anderen oder kleinerem Rahmen zu planen. Die Sportgala möchten wir aber unbedingt auch in Zukunft in unser Jahresprogramm aufnehmen.»

Glarner Sportforum

Auch dieses Jahr wird von sportglarnerland.ch, als dritter grosser Anlass, das Glarner Sportforum am 18. November in der Aula der Kantonsschule Glarus durchgeführt. Thema an diesem Forum ist «Wann ist ein Trainer ein guter Trainer?» Wie gewohnt wird die Gesprächsrunde ein weiteres Mal von auserwählter Qualität sein. An der Podiumsdiskussion werden Patrick Fischer, Eishockey-Nationaltrainer, unser Abfahrtsweltmeister Patrik Küng sowie der Leiter der Trainerausbildung beim Bundesamt für Sport, Mark Wolf, teilnehmen.

Den Dank und die Grussworte der Glarner Regierung überbrachte Regierungsrat Benjamin Mühlemann. In seiner kurzen Rede bezeichnete er die neuen Rahmenbedingungen für die Förderung von Sportanlagen im Glarnerland als Meilenstein. Nun seien die Kantonsbeiträge für Sanierungen von Sportanlagen im Gesetz verankert. «Es wurde ein Rahmenkredit für die nächsten vier Jahre gesprochen und der Sport war zudem Thema bei der Legislaturplanung der Regierung.»

Beim anschliessenden Apéro hatten die Teilnehmer noch genügend Zeit, um über die angesprochenen wichtigen Themen und Projekte zu diskutieren.