Knapp wurde es erst bei den Liegenschaften

Neben der angespannten finanziellen Lage der Gemeinde gaben an der Frühlingsgemeindeversammlung die geplanten Veräusserungen von Liegenschaften in Ennenda zu reden und ganz knappen Entscheidungen.



Knapp wurde es erst bei den Liegenschaften

Die Gemeinde Glarus hat schon vor einem Jahr über die finanzielle Situation geklagt und Anfang 2025 Sparmassnahmen präsentiert. Demzufolge zeigte die Jahresrechnung 2024 an der Frühlingsgemeindeversammlung von Glarus am letzten Freitag für unschöne Zahlen und ein Minus von 2,8 Millionen Franken. Hier wurden die Anträge gestellt, den Landverkauf für die Querspange an den Kanton in die Rechnung zu nehmen. Dies sei aber gesetzlich nicht möglich, da die Übertragung an den Kanton bis Ende 2024 nicht komplett abgeschlossen werden konnte. Ausserdem sollten 1,4 Millionen Franken aus den finanzpolitischen Reserven genommen werden. Hier meinte Gemeinderat Mischa Toso, dass diese Aktion nur die Rechnung beschönigen würde und an der finanziellen Situation der Gemeinde in keiner Art etwas ändern würde. Der wurde Antrag deutlich abgelehnt.

Knapp wurde es dagegen bei den geplanten Verkäufen von Liegenschaften in Ennenda. Bei der Liegenschaft Fronacher wurde eine Rückweisung mit Überprüfung Baurecht, sowie Änderungsanträge Verkauf für Genossenschaftliches Bauen, sowie der Erhalt der bisherigen Parkierungsmöglichkeiten diskutiert. Während die erste Änderung klar abgelehnt wurde, war es bei der Rückweisung mit 194 zu 175 Stimmen schon knapper. Nur zwei Stimmen gaben aber bei der Parkierung den Ausschlag für die Ablehnung des Antrags. Die Liegenschaft Mühleareal wurde dagegen zurückgewiesen, mit dem Auftrag, ein gesamtes Planungskonzept vorzulegen.

Während die positive Jahresrechnung der curia unia glarus ohne Wortmeldung genehmigt wurde, wurde bei der Rechnung der Technischen Betriebe Glarus die Information bei den Reserven, sowie die gesteigerten Löhne in der Geschäftsleitung kritisiert. Fridolin Marti forderte bei dem positiven Abschluss, dass das Unternehmen eine ausserordentliche Spende an die Gemeinde von einer Million machen soll. Gemeindepräsident Peter Aebli räumte hier ein, dass dies nicht von der Versammlung vorgenommen wird, sondern höchstens die Rechnung zurückzuweisen, mit der Bitte an die tb.glarus, dies vorzunehmen. Der Antrag wurde mit grossem Mehr abgelehnt.

Selber die Rückweisung beantragte der Gemeinderat beim Ersatz einer Strassenreinigungsmaschine, damit sie den Anregungen der Geschäftsprüfungskommission nachkommen können. Ohne Wortmeldung wurde zudem der Zonenplanänderung Ennetbühls zugestimmt.