Endlich war der Zuschaueraufmarsch wieder einmal ordentlich. 350 Fussballanhänger wollten das Derby und zugleich Kellerduell zwischen dem FC Glarus und dem FC Weesen anschauen. Beide Mannschaften agierten zu Beginn äusserst vorsichtig und mieden den Strafraum so gut es ging. So war es nicht erstaunlich, dass die beiden einzigen Torchancen in der Startviertelstunde nach Standartsituationen zustande kamen. Dominguez schoss zuerst den Freistoss Weesen-Torhüter Heidegger in die Hände (10 Min.) und kurze Zeit später traf Russo nach einem erneuten Freistoss von Dominguez den Ball nicht im Strafraum. Danach kam der Gast vom Walensee besser ins Spiel und FCG-Keeper Caetano konnte sich zweimal auszeichnen, einmal nach einem unnötigen Ballverlust an der Seitenauslinie von einem Glarner Verteidiger. Mehr brachten die beiden Teams nicht zustande, da sie sich gegenseitig neutralisierten und sehr kompakt in der Abwehr standen.
Paukenschlag für Weesen nach Seitenwechsel
Welche Mannschaft würde den besseren Start in Halbzeit zwei haben? Es waren die Weesner, welche in der 47. Min. zu einem Elfmeter kamen, da ein Abwehrspieler des FC Glarus am Boden liegend den Ball an die Hand bekam. Ein harter aber regelkonformer Entscheid. Bostraj verwandelte den fälligen Strafstoss zum 0:1. Der gleiche Bostraj war in der 52. Min. auch für das 0:2 verantwortlich. Ein Heber über Caetano ermöglichte dem FC Weesen die zwei-Tore-Führung. Die Stadtglarner reagierten auf diesen Rückstand mittels einem Kopfball von Russo (56. Min.) und einem Weitschuss von Ismaili (62. Min.) sowie der Einwechslung eines zusätzlichen Stürmers (Ugras). Die grösste Tormöglichkeit hatte erneut Russo nach 63 Min. aber leider köpfte er am leeren Tor vorbei ins Aus. Das Spiel wurde nun gehässig und als Folge kam der Platzverweis von Rüegg zustande. Der FC Glarus spielte in Überzahl und hätte in der 76. Min. ein Tor schiessen müssen, aber der Schuss von Ugras wurde auf der Torlinie von einem Weesner abgewehrt. Von Weesen sah man nach dem 0:2 nicht mehr viel. Kurz vor Schluss verzeichneten die St. Galler aber einen Lattenschuss (86. Min.). Den Schlusspunkt in diesem Derby setzte Ismaili in der 90. Min, als er an einem an ihm verursachtem Elfmeter das Anschlusstor zum 1:2 schoss. Doch dieses Tor kam zu spät und so musste der FC Glarus erneut als Verlierer vom Platz.
Glarus ungewohnt am Tabellenende
Die Glarner nehmen nun die rote Laterne mit in die Winterpause. Vor allem in der 1. Halbzeit agierten sie zu vorsichtig und erspielten sich keine Torchancen. Dies sah auch Sebastian Hertig so: „Eigentlich standen wir hinten sehr kompakt und liessen Weesen keine Möglichkeit zu Torchancen. Aber nach vorne waren wir zu harmlos. Wir wollten uns nach dem Seitenwechsel etwas vornehmen aber das frühe Gegentor nach der Pause warf uns aus dem Konzept.“ Nun überwintert der FC Glarus am Tabellenende und muss als Verlierer dieses Spieltages bezeichnet werden. Zeit haben die Stadtglarner jetzt genug um in der langen Pause die nötige Basis zu legen, damit Anfangs April eine Aufholjagd gestartet werden kann. Mit Staad und Rüthi warten zu Beginn der Rückrunde zwei direkte Konkurrenten am Strich auf die Cescato-Elf welche wohl wegweisend sein werden für den weiteren Verlauf der Meisterschaft.
FC Glarus - FC Weesen 1:2 (0:0)
Buchholz - 350 Zuschauer - SR: Michael Bräker, Lichtensteig
Tore: 47. Min. Bostraj 0:1 (P.), 52. Min. Bostraj 0:2, 90. Min. Ismaili 1:2 (P.)
Glarus: Caetano; Frei, Salgado, Schiesser, Müller; Schlup, Sulejmani (37. Sinacori), Dominguez (55. Ugras), Hertig ; Ismaili (73. Zweifel), Russo
Weesen: Heidegger; Rimini, Brunner, Schneider, Rüegg; Leo Ayres, Laager Burzic (74. Jud), Thoma (64. Gmür); Museshabanaj Bostraj (84. Hösli)
Bemerkungen: Glarus ohne Jakupovic, Colelli ( beide verletzt), Widmer (A-Jun.), Zimmermann (gesperrt)
Verwarnungen: 56. Min. Gelbe Karte Rüegg (Foul), 73. Min. Gelb-Rote Karte Rüegg (Foul)




