Kolumne: Ab auf die Insel

Wenn es hierzulande schneit und stürmt, und es dazu noch kalt ist, gibt es doch nichts Schöneres als die Koffer zu packen und ab auf eine Insel.



Kolumne: Ab auf die Insel

Genau das haben wir getan. Nach einem anstrengenden Jahr freuten wir uns auf einige unbeschwerte Tage. Koffer rein ins Auto und schon ging es los – jedoch nicht zum Flughafen. Unser Ziel lag nicht in der Südsee, auch nicht die Malediven oder sonst eine Destination, die weit weg ist. Man soll ja auch an die Umwelt denken und nicht mit dem Flieger in die Ferien. Für uns galt das Motto: «Denn das Gute liegt so nah!» So zog es uns nach Norden. Rund 90 Minuten Fahrzeit und schon waren wir am Ziel. Auf einer Insel und die heisst Lindau am Bodensee.

Lindau ist eine schmucke Stadt am Bodensee im deutschen Bundesland Bayern. Sie ist für ihre Altstadtinsel bekannt. Im Hafen befinden sich die Statue des bayerischen Löwen und der steinerne Lindauer Leuchtturm, übrigens der südlichste Leuchtturm in Deutschland. An der Seepromenade am Hafen steht der Mangturm aus dem 12. Jahrhundert, ein ehemaliger Wachturm mit einem spitzen Ziegeldach.

Unser Hotel lag genau an der Seepromenade. Kaum angekommen vor dem Hotel, kümmerten sich schon Angestellte um das Gepäck und das Auto. Auch wenn die Reise nach Lindau nicht anstrengend war, schätzten wir diesen Service sehr. Das schöne grosse Zimmer mit Balkon in der vierten Etage versprach einen angenehmen Aufenthalt.

Nach einem herrlichen Abendessen genossen wir noch den Ausblick vom Balkon auf den Bodensee. Mit der Betonung auf «noch». Denn die Wetteraussichten waren nicht viel besser als in Glarus. So war es dann auch am nächsten Morgen. Es stürmte. Der Schnee war nicht weit. Die Schiffe blieben im Hafen. Doch das konnte uns nicht davon abhalten, die Altstadt von Lindau zu erkunden. Nach einem üppigen Frühstück machten wir uns auf den Weg. Schmucke Häuser, enge Gassen. Viele kleine Kaffees und Geschäfte, die trotz des schmuddeligen Wetters zum Verweilen einluden.

So vergingen die Tage auf der Insel. Auch wenn wir wegen des Wetters nicht immer nach draussen wollten, waren das Schwimmbad und die Olympiade Genussfaktoren, die uns Erholung brachten. Fazit: Ab auf die Insel muss ja nicht immer weit sein. Es gibt auch in der Nähe sehr viel Schönes zu entdecken.